Für bessere Infrastruktur

Tausende Radler und Radlerinnen zu «Bike Night» erwartet

Originelle Bikes, bunte Lichter und rollende Musikanlagen: Die alljährliche nächtliche Fahrraddemo in Frankfurt steht bevor. Um was es dem ADFC dabei geht.

Die unterschiedlichsten Fahrräder werden auch bei der diesjährigen «Bike Night» zu sehen sein. (Archivbild) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Die unterschiedlichsten Fahrräder werden auch bei der diesjährigen «Bike Night» zu sehen sein. (Archivbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Tausende Radler und Radlerinnen werden am späten Samstagabend bei einer kunterbunten Fahrrad-Demonstration durch Frankfurt rollen. Aufgerufen zur «Bike Night» hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). Der Verband setzt sich mit der Demo für mehr Platz für den Radverkehr in der Stadt ein.

«Unser Ziel ist, dass alle Menschen ihr Verkehrsmittel frei wählen können, unabhängig vom Alter», sagt der ADFC-Landesvorsitzende Ansgar Hegerfeld. Auch diejenigen sollen aufs Fahrrad steigen und sicher ankommen können, die sich das bisher wegen schlechter, blockierter oder fehlender Radwege nicht trauen. 

Beginn mit Kundgebung ab 20 Uhr

«Wir haben Lärm und Feinstaub satt: Macht Frankfurt jetzt zur Fahrradstadt!» lautet das Motto der insgesamt 16. Bike Night, die am Samstag (5. September) um 20 Uhr mit einer Kundgebung am Mainkai/Eiserner Steg beginnt. Etwa zwei bis zweieinhalb Stunden später ist die Rückkehr dorthin geplant. 

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Die bunte Demo am Samstagabend soll auf den Bedarf an sicheren Radwegen hinweisen. (Archivbild) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Die bunte Demo am Samstagabend soll auf den Bedarf an sicheren Radwegen hinweisen. (Archivbild)

Die Stadt Frankfurt habe sich in den vergangenen Jahren zwar für die Fahrradfreundlichkeit eingesetzt, Frankfurt sei beim bundesweiten ADFC-Fahrradklimatest auf Platz 1 der Großstädte gelangt. Doch die Gesamt-Schulnote von 3,5 zeige, dass der Bedarf an weiteren sicheren Radwegen oder Verkehrskontrollen gegen Falschparker weiterhin groß sei.

Fahrradfahren kann auch Spaß machen

Bei der Demo gehe es aber auch um «die schiere Freude am Radfahren», erklärt der ADFC: Unterwegs sein werden originelle Fahrräder, ungewöhnlich umgebaut oder mit bunten Lichtern geschmückt, zudem lautstarke, rollende Musikanlagen auf Lastenrädern. Vergangenes Jahr hätten 3.500 Menschen teilgenommen.

Gefahren werde in gemütlicher Geschwindigkeit. Wer sich der Demo später anschließen oder den Zeitpunkt von Straßensperrungen besser einschätzen möchte, kann das Live-Tracking nutzen, das der ADFC zur Verfügung stellt. 

Autofahrer müssen dem Verband zufolge am Samstagabend in der Innenstadt sowie in den Stadtteilen Sachsenhausen, Niederrad, Schwanheim, Nied, Griesheim, Gallus und Gutleutviertel mit zeitweiligen Straßensperrungen rechnen. Auch auf der A648 ist die Demo unterwegs.