Tennisspielerin Lys nach Sehnenriss im Knie «schmerzfrei»
Wochenlang rätselten Ärzte über das dicke Knie von Eva Lys. Spät kam die Diagnose. Beim Debakel des deutschen Tennis-Teams fehlte sie. In Stuttgart erklärt sie ihre Absage für den Verband.
Stuttgart (dpa) - Tennisspielerin Eva Lys hat sich zum Saisonauftakt schwerer am Knie verletzt als zunächst gedacht, fühlt sich für ihren Start beim Sandplatz-Turnier in Stuttgart aber bereit. Erst nach ihrer Rückkehr aus Australien sei in Hamburg festgestellt worden, dass sie sich eine Sehne im Knie gerissen habe, berichtete die 24-Jährige. «Das Problem war, dass mich drei Wochen lang kein Arzt wirklich drauf hingewiesen hat, dass ich eine Verletzung habe. Die Überstreckung war schon sehr extrem, und ich hatte immer ein dickes Knie.»
Nach ihrer Rückkehr von den Australian Open sei es auch Thema gewesen, ob sie operiert werden müsse, schilderte die Hamburgerin. Vor ihrem Erstrundenmatch in Stuttgart gegen die Spanierin Paula Badosa fühle sie sich jetzt aber früher als gedacht «schmerzfrei».
Lys begründet ihre Absage für den Billie Jean King Cup
Schon in Miami und Charleston war die Nummer 78 der Tennis-Welt in den vergangenen Wochen angetreten, hatte aber jeweils in der ersten Runde verloren. Für den Billie Jean King Cup hatte die zunächst eingeplante Lys dann aber abgesagt. Die Auftritte im Nationen-Wettbewerb endeten am vergangenen Samstag für ein junges und unerfahrenes deutsches Nationalteam mit dem Absturz in die Drittklassigkeit und damit mit einem Debakel.
«Das war für mich keine einfache Entscheidung, weil ich immer mit sehr, sehr großem Stolz auf dem Platz stehe mit der deutschen Flagge auf der Brust», berichtete Lys. Ihr Knie habe jedoch nach dem Start in Charleston reagiert, sie habe sich bei Ärzten Tests unterziehen müssen. «Ich glaube, wenn ich das Knie nicht komplett auskuriere, kann es sein, dass ich die nächsten Wochen und Monate ausfalle. Das wollte ich nicht riskieren», begründete Lys ihre Absage.
Die Ärzte hätten nun Entwarnung gegeben. «Jetzt geht es einfach darum, wieder die Form zu finden», sagte die Australian-Open-Achtelfinalistin von 2025. «Es wird sicherlich noch ein paar Matches dauern, bis ich wirklich das Level finde, was ich vorher hatte.»