Wettbewerbsauflagen erfüllt

Termin für Lufthansa-Einstieg bei Italiens Airline Ita steht

Nach den Gesellschaften aus der Schweiz, Österreich und Belgien soll nun auch Italiens Staats-Airline im Lufthansa-Konzern landen. Der Zeitplan für den ersten Schritt steht.

Die Stamm-Airline des Papstes wird zur Lufthansa-Tochter. Foto: Andrew Medichini/AP
Die Stamm-Airline des Papstes wird zur Lufthansa-Tochter.

Frankfurt/Rom (dpa) - Jahrelang wurde verhandelt, jetzt steht der Vollzug an: Der Lufthansa-Konzern steigt an diesem Montag (13. Januar) bei der italienischen Staats-Airline Ita ein. Den Termin hat Lufthansa-Chef Carsten Spohr nach dpa-Informationen auf einer Mitarbeiterveranstaltung genannt. Eine offizielle Bestätigung seitens des Unternehmens oder der italienischen Regierung steht aus. 

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Der MDax-Konzern erwirbt zunächst für eine Kapitaleinlage von 325 Millionen Euro eine Minderheit von 41 Prozent der Ita-Anteile. Mit dem italienischen Wirtschafts- und Finanzministerium ist weiterhin vereinbart, dass Lufthansa in zwei weiteren Schritten das Unternehmen bis zum Jahr 2033 vollständig übernehmen kann, wenn die Zahlen stimmen. Für die Gesamtübernahme der Alitalia-Nachfolgerin wird eine Summe von 830 Millionen Euro gehandelt. 

Die EU-Kommission begleitet die Übernahme eng und hat umfangreiche Auflagen gemacht, um den Wettbewerb am Himmel zu sichern. Das betrifft Europaflüge ebenso wie Interkontinentalverbindungen. Start- und Landerechte in Mailand und Rom mussten abgegeben werden, wo ab dem Frühjahr Easyjet antritt. Außerdem musste Lufthansa Abkommen mit ihren Konkurrenten Air France-KLM und IAG (British Airways, Iberia) schließen, um deren Passagiere aus Italien unter Vorzugsbedingungen zu den Drehkreuzen Paris und London zu fliegen.