Frankfurt am Main

«Tiny Church»: Fahrbare Mini-Kirche geplant

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Keinen prunkvollen Sakralbau, sondern ein kleines, fahrbares Gebäude aus Holz plant eine Kirchengemeinde für einen Frankfurter Stadtbezirk. Die katholische Pfarrei St. Jakobus steckt derzeit mitten in ihrem Vorhaben «Tiny Church» (deutsch: kleine Kirche). Im Spätsommer könnte es verwirklicht sein, sagt George Kurumthottikal, der bei der Pfarrei für den Mini-Gemeinderaum zuständig ist. Vorbild ist der Trend der «Tiny Houses» (deutsch: kleine Häuser) aus Holz, die Platz sparen und nachhaltig sein sollen.

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«Die Frage war, wie können wir als Kirche bei den Menschen sein, ohne einen Prunkbau hinzusetzen», sagt Kurumthottikal. Entstehen soll die «Tiny Church» im Lyoner Quartier im Südwesten der Stadt, ehemals vor allem ein Büroviertel, das mehr und mehr auch zum Wohnen dient.

Die «Mini-Kirche» mit einer Grundfläche von 2,5 mal 6,5 Metern solle keine klassische Kapelle sein, es werde kein Altar darin stehen, sagt Kurumthottikal: «Wir wollen in erster Linie allen Anwohnern ein Angebot machen. Es wird weniger ein sakraler Raum, sondern mehr ein Begegnungsraum sein.» Geplant seien Lesungen oder Konzerte sowie Angebote für Kinder. «Die Menschen wollen einen Ort, an dem man zusammen kommen kann, einen Treffpunkt», sagt Kurumthottikal.

Es handelt sich um ein ökumenisches Konzept zusammen mit einer evangelischen Gemeinde. «Wir sind als Kirche dort präsent, wollen aber nicht nur kirchliche Inhalte bedienen. Die Angebote sind auf alle ausgerichtet», sagt Kurumthottikal. Das Gebäude soll in zwei Räume geteilt werden. Es soll eine Kochstelle und einen autarken Wassertank geben. Auch eine Terrasse ist geplant. Die «Tiny Church» soll zunächst einen festen Standplatz haben. Die geplanten Kosten für das Gebäude betragen 85.000 Euro.