Nach Lastwagen-Unfall

Trauer in Schramberg: «Der Schmerz ist natürlich sehr stark»

Hunderte trauern in Schramberg um eine Mutter und ihren Jungen, die ein Laster erfasste. Die Familie dankt für die große Spendenbereitschaft – auch wenn das Geld den Schmerz nicht lindern kann.

Am Mittwoch hatte ein Lastwagenfahrer laut Polizei die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und dabei eine junge Mutter und ihr Kleinkind getötet. Foto: Joshua Rzepka/dpa
Am Mittwoch hatte ein Lastwagenfahrer laut Polizei die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und dabei eine junge Mutter und ihr Kleinkind getötet.

Schramberg (dpa/lsw) - Nach dem tödlichen Lastwagen-Unfall in Schramberg haben sich Angehörige der Verstorbenen für die Anteilnahme und die Spendenbereitschaft bedankt. «Ich bedanke mich für alle Unterstützung», sagte der Ehemann der Verstorbenen und Vater des getöteten Jungen. 

Auch der Bruder der Getöteten dankte den Spendern, der Stadt, der Polizei und der Feuerwehr - und sagte, dass man erleichtert sei angesichts der Spendenaktion. «Der Schmerz ist natürlich sehr stark, weil natürlich zwei Leute gegangen sind», sagte er. «Das kann Geld nicht bezahlen.»

Am Mittwoch hatte ein Lastwagen in Schramberg im Kreis Rottweil eine 29-jährige Mutter und ihren drei Jahre alten Sohn erfasst. Beide starben noch an der Unfallstelle. Der 53-jährige Lastwagenfahrer hatte nach Polizeiangaben und eigener Aussage das Bewusstsein am Steuer verloren - nach ersten Erkenntnissen mutmaßlich infolge eines medizinischen Notfalls. Daraufhin war der Transporter gegen mehrere geparkte Autos und über den Gehweg hinweg gegen eine Hauswand geprallt. 

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Viel Bestürzung, viel Anteilnahme

Der Unfall hat große Bestürzung in der Schwarzwald-Gemeinde ausgelöst. Am Freitag wurden die getötete Mutter und ihr Sohn in Rottweil beigesetzt. Anschließend versammelten sich mehrere hundert Menschen zu einer Trauerfeier in Schramberg. 

Eine Freundin der Getöteten hat auf der Plattform Gofundme.com eine Spendenaktion organisiert. Dort kamen bisher mehr als 100.000 Euro zusammen. Befreundete Mütter aus dem Kindergarten hätten beschlossen, dass man der Familie helfen müsse, sagte die Organisatorin der Aktion. «Es ist ganz wichtig, dass die Familie wenigstens in finanzieller Hinsicht eine Unterstützung bekommt», sagte sie. Nun habe man mehr Geld «als jemals erwartet» zusammenbekommen. Man sei jedem Einzelnen dafür dankbar, sagte der Bruder der Getöteten.