Trockenheit laut Landesamt bisher nicht nachhaltig gemildert
Die Böden in Hessen sind laut dem zuständigen Landesamt in größeren Tiefen weiterhin stark ausgetrocknet. Auch bei Flüssen, Bächen und Grundwasser kann von Normalität noch keine Rede sein.
Wiesbaden (dpa/lhe) - Der Regen der vergangenen Wochen hat die Trockenheit nach Einschätzung des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) zwar gemildert, aber nicht beendet. «Die Niederschläge seit Mitte August haben die Situation bei den Gewässern und Böden in Hessen teilweise entspannt, von einer nachhaltigen Erholung kann jedoch noch nicht gesprochen werden», erklärt Theresa Frommen vom HLNUG.
Die wechselhaftere Witterung ab der zweiten Augusthälfte hat laut dem Landesamt lokal, insbesondere in Nordhessen, zu einer leichten Erhöhung der Bodenfeuchte in den obersten Schichten geführt. «Insgesamt sind die Böden zu Beginn des Herbstes jedoch weiterhin auch in größeren Tiefen stark ausgetrocknet», erklärt das HLNUG. Das Ausmaß hänge auch von der Beschaffenheit des Bodens ab.
Deutlicher Unterschied zum Vorjahr beim Grundwasser
Ähnlich ist die Situation beim Grundwasser: Ende August hätten sich weiterhin 64 Prozent der Messstellen im niedrigen oder sehr niedrigen Bereich befunden. «Damit war die Grundwassersituation deutlich ungünstiger als im Vorjahr», erklärt das Landesamt. Eine nachhaltige und flächendeckende Regeneration des Grundwassers sei erst im Winter zu erwarten.
Der Wasserstand in Bächen und Flüssen sei nach dem Regen gestiegen, eine nachhaltige Erholung sei aber auch hier nicht eingetreten: «Zum 8. September lagen die Abflüsse an zwei der elf Referenzpegel im extrem niedrigen, an drei im sehr niedrigen und an sechs im niedrigen Bereich.»