Landgericht Frankfurt

Unfall mit Rollerfahrer: Prozess wegen versuchten Mordes

Ein betrunkener Mann ohne Führerschein soll mit einem Auto einen Rollerfahrer angefahren haben und dann geflüchtet sein. Das Unfallopfer erlitt lebensgefährliche Kopfverletzungen.

Vor dem Landgericht wird wegen eines Unfalls mit einem E-Scooter verhandelt. (Symbolfoto) Foto: Arne Dedert/dpa
Vor dem Landgericht wird wegen eines Unfalls mit einem E-Scooter verhandelt. (Symbolfoto)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Über vier Jahre nach einem Unfall mit einem E-Scooter muss sich der Autofahrer im Frankfurter Landgericht wegen des Verdachts des versuchten Mordes verantworten. Als Mordmerkmal sieht die Staatsanwaltschaft ein Unterlassen zur Verdeckung einer Straftat. 

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Der heute 35-jährige Syrer soll sich am Abend des 19. Juni 2020 ohne Führerschein ans Steuer gesetzt haben. Er stand laut Anklage unter dem Einfluss von Cannabis und hatte zudem mindestens 1,94 Promille Alkohol intus. Bei seiner nächtlichen Fahrt durch die Frankfurter Innenstadt soll er den am rechten Fahrbahnrand fahrenden E-Scooter übersehen und angefahren haben. Dann soll er weitergefahren sein, um seine illegale Autofahrt zu verdecken. Der Rollerfahrer erlitt lebensgefährliche Kopfverletzungen und musste mehrfach operiert werden.