Revision

Unfall mit zwei Toten: BGH verweist Urteil zurück an Gericht

Auf nasser Straße rutscht ein Auto mit hohem Tempo gegen einen Baum, es sterben Menschen, der Fahrer wird verurteilt. Der Bundesgerichtshof spricht von Mängeln im Richterspruch.

BGH: Fall wird im Umfang der Aufhebung zu neuer Verhandlung an andere Jugendkammer des Gerichts zurückverwiesen. (Symbolfoto) Foto: Uli Deck/dpa
BGH: Fall wird im Umfang der Aufhebung zu neuer Verhandlung an andere Jugendkammer des Gerichts zurückverwiesen. (Symbolfoto)

Karlsruhe/Landau (dpa) - Der Bundesgerichtshof (BGH) hat ein Urteil des Landgerichts Landau/Pfalz von 2023 wegen eines Autounfalls mit zwei Toten und einem Schwerverletzten teilweise aufgehoben. Der Fahrer war wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens 2019 mit Todesfolge in Tateinheit mit Körperverletzung mit Todesfolge und schwerer Körperverletzung zu vier Jahren Jugendstrafe verurteilt worden. Der BGH verwies den Fall zu neuer Verhandlung und Entscheidung an eine andere Jugendkammer des Gerichts.

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Der Unfall hatte sich seinerzeit zwischen Lampertheim (Hessen) und Mannheim-Sandhofen (Baden-Württemberg) ereignet. Dabei kamen zwei junge Männer aus Bobenheim-Roxheim (Rheinland-Pfalz) ums Leben, ein dritter Mann wurde lebensgefährlich verletzt.

Auf die Revision des Angeklagten urteilte der BGH nun unter anderem, der Schuldspruch halte rechtlicher Nachprüfung auf die Sachrüge nicht stand. So genüge die Beweiswürdigung des Landgerichts «zur inneren Tatseite» in mehrfacher Hinsicht nicht den rechtlichen Anforderungen.