Unternehmer wegen Lieferungen an Russland festgenommen
Frankfurt/Kassel (dpa/lhe) - Wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen die Russland-Sanktionen ist ein Unternehmer aus dem Raum Kassel verhaftet worden. Dem 47-Jährigen werde vorgeworfen, in den Jahren 2022 und 2023 elektronische Bauteile, Modellflugzeugmotoren sowie sonstige Güter nach Russland ausgeführt zu haben, teilten die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das Zollkriminalamt am Donnerstag mit. Demnach soll er damit gegen die Sanktionen gegen Russland verstoßen haben. Darüber hinaus werde er beschuldigt, zwei hochpreisige Fahrzeuge illegal exportiert zu haben, hieß es weiter.
Modellflugzeugmotoren würden für Drohnen verwendet, die im Angriffskrieg gegen die Ukraine zum Einsatz kämen. Die Ausfuhr von Kraftfahrzeugen nach Russland sei nach den Sanktionsbestimmungen ebenfalls grundsätzlich verboten. Der Wert der ausgeführten Waren beläuft sich laut aktuellem Ermittlungsstand auf etwa zwei Millionen Euro.