Nach Randale in Frankfurt

Verband will Härtefallregelung für geplünderte Geschäfte

Die Ausschreitungen treffen Frankfurts Handel nicht nur mit Umsatzverlusten und Sicherheitskosten. Auch das Image der Innenstadt leidet. Was der Verband jetzt von Stadt und Land verlangt.

Nach den Krawallen in Frankfurt wollen die Händler Härtefallregelungen. Foto: Mona Wenisch/dpa
Nach den Krawallen in Frankfurt wollen die Händler Härtefallregelungen.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Der Handelsverband Hessen fordert nach den Ausschreitungen vom Wochenende in Frankfurt unbürokratische Härtefallregelungen für besonders getroffene Unternehmen. Auch sollten Stadt und Land prüfen, wie sie die Händler bei erheblichen Umsatzverlusten und zusätzlichen Kosten etwa für Sicherheitsmaßnahmen unterstützen könnten. Nach ersten Rückmeldungen hätten die betroffenen Geschäfte am Samstag zwischen 65 und 100 Prozent ihrer jeweils erwarteten Umsätze verloren, teilte der Verband mit. 

Es gehe nicht darum, ausschließlich zurückzublicken, erklärte Verbandspräsident Jochen Ruths. Man müsse jetzt gemeinsam Lösungen finden, damit sich die Bilder von Samstag nicht wiederholten. 

Die negativen Folgen gingen weit über die konkreten Schäden hinaus: «Das Sicherheitsgefühl, die Frequenz und das Image des Handelsstandortes Frankfurt haben durch die Bilder des Wochenendes weit über die Stadt hinaus Schaden genommen», erklärte der Verband. 

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Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit müssten dauerhaft zur Priorität der Innenstadtentwicklung gemacht werden. «Eine Innenstadt muss nicht nur an Demonstrationstagen, sondern jeden Tag sicher, sauber und einladend sein.» Dies entscheide maßgeblich über Sicherheitsgefühl, Aufenthaltsqualität und letztlich auch über die Frequenz im Handel.