Verbraucherpreise ziehen in Hessen um 2,2 Prozent an
Obst und Süßwaren kosten mehr, Energie weniger: Wie sich die Preissteigerungen in Hessen im Februar auf den Alltag auswirken.
Wiesbaden (dpa) - Das Leben in Hessen ist im Februar wieder etwas teurer geworden. Die Verbraucherpreise lagen in dem Monat 2,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Landesamt auf Grundlage vorläufiger Daten berichtet. Im Januar hatte die Inflationsrate 2,1 Prozent betragen und damit den geringsten Stand seit November 2024 erreicht.
Die Statistiker begründeten den aktuellen Anstieg insbesondere mit den Dienstleistungen, die sich wegen hoher Lohnsteigerungen weiter überdurchschnittlich um 3,8 Prozent verteuert hätten. Dämpfend wirkten hingegen billigere Energie (- 2,0 Prozent) und der schwache Preisanstieg bei Gebrauchsgütern um 0,5 Prozent. Einzelne Artikel wie Fernseher, Spiele oder Gartenwerkzeuge waren sogar teils deutlich billiger als ein Jahr zuvor. Teurer wurden Autos, Bekleidung sowie Möbel und Leuchten.
Besonders preisempfindlich sind Konsumentinnen und Konsumenten bei Nahrungsmitteln, die im Februar aber unauffällig blieben. Einzelne Produkte wie Obst (+5,8 Prozent) oder Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (+ 9,4 Prozent) legten in der Jahresfrist zwar deutlich zu. Über alle Lebensmittel hinweg betrug die Teuerungsrate aber exakt 2,2 Prozent wie bei der Gesamtteuerung. Billiger als vor einem Jahr waren unter anderem Butter, Speisefette und Milch.
Im Vergleich zum Vormonat Januar haben die Verbraucherpreise in Hessen um 0,4 Prozent zugelegt.