Folgen der Trockenheit

Viel mehr Regen nötig: Grundwasserlage bleibt angespannt

Endlich regnet es – doch die Menge reicht bei weitem nicht aus, damit sich die Grundwasserspeicher wieder füllen. Damit ist nach Einschätzung von Experten vorerst nicht zu rechnen.

Um die Situation beim Grundwasser zu entspannen, ist noch viel Regen nötig. (Symbolbild) Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Um die Situation beim Grundwasser zu entspannen, ist noch viel Regen nötig. (Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Bis sich die Grundwasserlage nach der langen Hitze- und Dürreperiode entspannt, muss es in Hessen mehr regnen als derzeit vorhergesagt ist. «Wir brauchen sicher einen langanhaltenden Landregen und das über einige Wochen», sagte Hessenwasser-Geschäftsführerin Elisabeth Jreisat der Deutschen Presse-Agentur. 

Die Hitzewelle hatte schon Ende Juni bei Hessenwasser zu einem Rekord bei der Abgabemenge geführt. Der bisherige Spitzenwert aus dem Jahr 2019 wurde überschritten. Am 25. Juni 2026 wurden 440.796 Kubikmeter Wasser entnommen, so viel wie nie zuvor in der Geschichte des Unternehmens. 

Dass die Entnahmemenge trotz andauernder Hitze danach wieder sank, lag Jreisat zufolge an den Sommerferien. Hessenwasser versorgt etwa 60 Prozent der Bevölkerung in der Rhein-Main-Region, darunter die Großstädte Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt.

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Warten auf den Winter

Bis die Grundwasserspeicher wieder voll sind, kann es nach Angaben des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) dauern. Das Landesamt rechnet im weiteren Verlauf des Sommers «jahreszeitlich bedingt mit weiter rückläufigen Grundwasserverhältnissen». 

Es sei unwahrscheinlich, dass die kommenden Niederschläge zur Grundwasserneubildung führen. «Hierfür wären lange andauernde und ergiebige Niederschläge in Form von Landregen notwendig. Eine nachhaltige Auffüllung der Grundwasserspeicher in Hessen ist vermutlich erst wieder im kommenden hydrologischen Winterhalbjahr möglich», heißt es von dem Landesamt.