Naturschutz

Vogelgesang: Wer piept denn da?

Amsel, Meise oder Fink? Wer früh aufwacht, hört das Konzert der Vogelmännchen – es reicht von «djüpp-djüpp-djüpp» über «tii-tii» bis zu «zi-zi-bäh».

Die Amsel gehört zu den Frühaufstehern. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Die Amsel gehört zu den Frühaufstehern.

Wetzlar (dpa/lhe) - Nur noch wenige Wochen werden morgens die Vögel lautstark ihre Lieder singen. «Ab Mitte Juli wird der Gesang deutlich zurückgehen», sagte der Vogelexperte beim Nabu Hessen in Wetzlar, Bernd Petri. Derzeit sind vor allem die Amseln, Blau- und Kohlmeisen sehr aktiv - bei ihnen steht bereits die zweite Brut des Jahres an. 

Die Amsel gehört dabei zu den Frühaufstehern, bereits etwa 45 Minuten vor Sonnenaufgang fängt sie mit ihrem melodischen Trillern und Zwitschern an. Die Blaumeise setzt rund 10 Minuten später ein, ihr Markenzeichen ist ein sehr abwechslungsreicher Gesang, der meist mit einem hohen «tii-tii» beginnt. Wenige Minuten später ist dann auch die Kohlmeise zu hören, der laut Nabu eher monotone Strophen bevorzugt, wobei ein «zi-zi-bäh» eines seiner beliebtesten Motive ist. 

Wehmütiges «hüit»

Der früheste Vogel ist jedoch der Gartenrotschwanz, er ist in den Morgenstunden von April bis Juni als Erster zu hören - bereits 80 Minuten vor Sonnenaufgang zwitschert er schon mit wehmütiger Stimme sein «hüit», gefolgt von «tick-tick-tick». Spätaufsteher sind dagegen die Finken. Sie sind erst rund zehn Minuten vor Sonnenaufgang startklar, zu hören sind sie jeden Morgen noch bis Juli. Dabei singt der Buchfink gerne laut und schmetternd, der Grünfink hört sich mit seinen vielen Pfiffen und Trillern wie «djüpp-djüpp-djüpp-djüüürrrrrrrr-tju-tju-tju» dagegen manchmal wie ein Kanarienvogel an. 

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Impressum

«Die Gesänge der Vögel ändern sich in jeder Saison», erklärt Petri. So gebe es bei einigen Arten wie etwa den Kohlmeisen regelrechte Sommerhits. In der Regel singen nur die Männchen. Sie wollen damit zum einen Weibchen anlocken und zudem ihr Revier markieren sowie verteidigen.