Vorhut in der Luft - Feuerwehrdrohne startet schon bei Alarm
Alarm, Abflug, Aufstieg: Für Feuerwehren zählen Minuten - bei einem Pilotprojekt in Wiesbaden kann eine Drohne mit Kameras bereits vor den Rettungskräften am Einsatzort eintreffen und Bilder liefern.
Wiesbaden-Igstadt (dpa/lhe) - Wenn die Feuerwehr ausrückt, erkundet sie schon vorab den Einsatzort aus der Luft: In Wiesbaden wird eine automatisiert alarmierbare Drohne getestet. Sie soll nach Angaben der hessischen Landeshauptstadt den Feuerwehrleuten einen raschen Überblick etwa über Brände und Verkehrsunfälle liefern.
Laut dem Landesinnenministerium werden zwar schon vielerorts Drohnen im Laufe von Feuerwehreinsätzen eingesetzt. Doch weitere Pilotprojekte mit einer sofortigen Vorauserkundung von oben seien der Behörde in Hessen vorerst nicht bekannt.
Drohne parkt auf Feuerwehrdach
Das kleine rotgelbe Fluggerät mit Kameras und Sensoren in Wiesbaden startet nach Angaben der Kommune in den kommenden Monaten in Zusammenarbeit mit der Berliner Drohnennetzwerk-Firma Skyflow. Stationiert ist es auf dem Dach der Feuerwache im ländlich geprägten Wiesbadener Stadtteil Igstadt. «Die übertragenen Livebilder stehen sowohl in der Integrierten Leitstelle Wiesbaden als auch direkt an der Einsatzstelle zur Verfügung», heißt es weiter.
Nach der Freigabe durch einen Drohnenpiloten finde das Flugobjekt mit seiner berechneten Luftroute in 100 bis 120 Metern Höhe den Einsatzort. Sensoren erkennen nach den Angaben etwaige Hindernisse, die umflogen werden. Am Einsatzort könne die Drohne für ihre Kameraaufnahmen sinken - mit einem Sicherheitsmindestabstand von 30 Metern zum Boden.