Personalressort

VW-Krise bremst Besetzung im Vorstand - Kandidatin von Bosch

Seit einem Jahr sucht VW einen neuen Personalvorstand. Jetzt wurde der Konzern fündig - bei Bosch. Doch Streit im Aufsichtsrat bremst die Entscheidung.

Im Vorstandshochhaus von VW bleibt das Büro des Personalchefs weiter verwaist. (Archivbild) Foto: Moritz Frankenberg/dpa
Im Vorstandshochhaus von VW bleibt das Büro des Personalchefs weiter verwaist. (Archivbild)

Wolfsburg (dpa) - VW ist bei der Suche nach einem neuen Personalvorstand Medienberichten zufolge fündig geworden. Favoritin für das Personalressort sei Erika Rasch, derzeit Personalvorständin beim Zulieferer Bosch, berichten «Correctiv» und «Handelsblatt». Die Besetzung sei am vergangenen Donnerstag im Aufsichtsrat aber wegen des Streits um neue Sparmaßnahmen im Konzern vorerst gescheitert.

Volkswagen und Bosch wollten sich auf Anfrage nicht dazu äußern. Den Berichten zufolge sollte das VW-Kontrollorgan eigentlich am vergangenen Donnerstag über die Personalie beschließen. Die Kandidatin genieße im gesamten Gremium hohes Ansehen, hieß es in Aufsichtsratskreisen. Im Grunde seien sich alle einig gewesen, dass sie den Posten übernehmen solle.

Doch dann habe die Arbeitnehmerseite ihre Zustimmung von einer weiteren Personalie abhängig gemacht, der Besetzung eines neuen Technologieressorts. Das aber sei noch nicht entscheidungsreif, hieß es Kreisen zufolge auf Konzernseite. Von einem solchen Junktim sei zuvor auch nie die Rede gewesen. Am Ende wurde daher auch Raschs Bestellung nicht beschlossen. Die Bosch-Managerin gelte aber unverändert als Favoritin für die Position, hieß es.

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Impressum

Der Posten des Personalvorstands ist seit einem Jahr unbesetzt, nachdem Gunnar Kilian im Juli 2025 überraschend ausgeschieden war. Der Konzern hatte damals auf «unterschiedliche Vorstellungen bei der Steuerung von Beteiligungsgesellschaften» verwiesen. Das Personalressort im Konzern leitet seither kommissarisch VW-Markenchef Thomas Schäfer.