Was es im sanierten Augustinermuseum zu sehen gibt
Der Startschuss für die Sanierung des Augustinermuseums fiel 2002. Fast 100 Millionen Euro hat sie gekostet. Zur Feier der Fertigstellung gibt es ein kleines Geschenk für Besucherinnen und Besucher.
Freiburg (dpa/lsw) - Nach mehr als zwei Jahrzehnten Bauzeit können Interessierte ab Samstag wieder das komplett sanierte Augustinermuseum in Freiburg besuchen. Bis einschließlich Sonntag, 8. März, ist der Eintritt frei, wie die Stadt ankündigte. Die Gesamtkosten für die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes inklusive festverbauter Einrichtung belaufen sich den Angaben nach auf 95,44 Millionen Euro.
Oberbürgermeister Martin Horn dankte unter anderem den Spenderinnen und Spendern. «Viele Menschen haben über Jahre hinweg mit großem Engagement, mit Fachwissen und vor allem mit Herzblut daran gearbeitet, dieses einzigartige Baudenkmal zu bewahren und zugleich zu einem modernen Museum weiterzuentwickeln», sagte der parteilose Rathauschef laut Mitteilung.
Interaktives Museum mit mehr Platz
Nun stehen rund 1.600 Quadratmeter an zusätzlicher Ausstellungsfläche zur Verfügung. So verändere sich das Augustinermuseum spürbar, hieß es. «Im Fokus stehen jetzt stadt- und kulturgeschichtliche Themen, die einen deutlichen Gegenpol zur Ausstellung überwiegend sakraler Kunst im ehemaligen Kirchengebäude bilden.»
Gezeigt werden Objekte aus 900 Jahren Stadtgeschichte: von der mittelalterlichen Ritterrüstung über Bildteppiche und Goldschmiedekunst bis zum Protestschild der Klimabewegung. Ferner gehe es um den Austausch über Religionen oder selbst spielende Instrumente.
Gäste könnten sich in vielen Bereichen beteiligen, ihre Meinung äußern oder eigene Objekte für die Ausstellung vorschlagen. In einer Rauminstallation zum Schwarzwald könnten Besucherinnen und Besucher sich einem traditionellen Hochzeitszug anschließen oder durch verschneite Winterlandschaften stapfen. Alle Inhalte würden in Deutsch, Englisch und Französisch präsentiert.