DFB-Pokal

Wehrle nach Fan-Protesten: «Unterbrechungen vermeiden»

Spielunterbrechung nach Fan-Aktionen beim DFB-Pokalfinale: Alexander Wehrle lobt dennoch die Unterstützung der Anhänger und hofft auf einen störungsfreien Ablauf in Zukunft.

Alexander Wehrle hat auf die Proteste der Fans gegen den DFB reagiert. Foto: Julius Frick/dpa
Alexander Wehrle hat auf die Proteste der Fans gegen den DFB reagiert.

Berlin (dpa) - Vorstandschef Alexander Wehrle vom VfB Stuttgart hat auf den kollektiven Protest der Fans der Schwaben und des FC Bayern München beim DFB-Pokalfinale (0:3) mit gemäßigten Tönen reagiert. «Generell ist es so, dass wir die Fan-Kultur unterstützen», sagte er. «Klar ist aber auch, ich wünsche mir, dass es nicht zu Spielunterbrechungen führt, weil der Fußball schon die 90 Minuten im Mittelpunkt stehen sollte.»

Die Anhänger hatten während der Partie ihren Unmut über den Deutschen Fußball-Bund zum Ausdruck gebracht. Mit Sprechchören und Transparenten wurde der Verband in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit im Berliner Olympiastadion verunglimpft.

Pyrotechnik sorgten für eine Spielunterbrechung im Olympiastadion. Foto: Tom Weller/dpa
Pyrotechnik sorgten für eine Spielunterbrechung im Olympiastadion.

Zum Abschluss der offensichtlich konzertierten Aktion zündeten beide Fanlager massive Pyrotechnik und sorgten dadurch für eine Spielunterbrechung. Angesichts der Rauchentwicklung konnte Schiedsrichter Sven Jablonski die Partie erst nach einigen Minuten wieder anpfeifen. Der Protest richtete sich neben den hohen Ticketpreisen für die Partie gegen die aus Sicht der Fans unverhältnismäßige Rechtsprechung des Verbands bei Fanvergehen. 

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Wehrle: Unterstützung ist alles, was zählt

Wehrle wies den Vorwurf indes zurück, Fans würden mit solchen Aktionen ein ganzes Spiel «kapern». Er sagte: «Das sehe ich nicht so.» Zugleich hob er die Unterstützung von den Rängen hervor: «Das ist alles, was zählt.»

Auf den Rängen im Berliner Olympiastadion protestieren Fans gegen den DFB. Foto: Tom Weller/dpa
Auf den Rängen im Berliner Olympiastadion protestieren Fans gegen den DFB.