Buchmesse

Weimer will Tech-Konzerne in die Pflicht nehmen

Der Kulturminister warnt der Macht der «Big Tech»-Konzerne. Europa müsse handeln.

Wolfram Weimer sprach zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse. Foto: Andreas Arnold/dpa
Wolfram Weimer sprach zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse.

Frankfurt/Main (dpa) - Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse darum geworben, in Europa gemeinsam gegen Technologiekonzerne vorzugehen. Die Macht von «Big Tech» müsse mit allen Mitten bekämpft werden, sagte Weimer: kartell- und steuerrechtlich, regulatorisch und industriepolitisch. 

Die Verheiratung von Social-Media und Künstlicher Intelligenz erzeuge einen «diskursiven Treibhauseffekt» in westlichen Gesellschaften. «Das führt dazu, dass extreme Positionen systematisch gestärkt und abwägende Positionen systematisch geschwächt werden.»

Vieles spreche für ein Social-Media-Verbot bei Kindern. Aber das sei nicht ausreichend, sagte Weimer. «Wir werden Meta und Co. zwingen müssen, die Algorithmen zu ändern.» Besser als Kindern zu verbieten, in einem dreckigen Fluss zu baden, sei es, zu verbieten, dass der Fluss verunreinigt werde. 

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Die 78. Frankfurter Buchmesse beginnt am Mittwoch zunächst für Fachbesucher. Ab Freitag sind dann auch Privatleute willkommen. Auf zehn Bühnen sind bis Sonntag mehr als 1.000 Redner zu erleben. Ehrengastland ist Tschechien.