Weingarten und Konstanz freuen sich mit Nobelpreisträger
Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr unter anderem an den Forscher Georg Nagel. Er hat seine Wurzeln im Südwesten. In seiner Geburtsstadt ist der Name Nagel auch von anderer Seite bekannt.
Weingarten/Konstanz (dpa/lsw) - Nach dem Medizin-Nobelpreis für den Wissenschaftler Georg Nagel ist in dessen Geburtsstadt die Freude ähnlich groß wie an der Universität Konstanz. «Die Nachricht vom Nobelpreis an Georg Nagel hat uns alle heute völlig überrascht», erzählt Clemens Moll (CDU), Oberbürgermeister von Nagels Geburtsstadt Weingarten (Landkreis Ravensburg). «Die Freude im Rathaus und sicher in der gesamten Stadt ist riesig.»
In Weingarten sei der Name Nagel vielen ein Begriff – gerade in Verbindung mit dem dortigen Kloster. Denn: Zwei Onkel von Georg Nagel waren Mönche im Benediktinerorden: Pater Adalbert Anton Nagel und Pater Martin Nagel.
Lange vor seiner derzeitigen Stelle als Professor für Molekulare Pflanzenphysiologie an der Universität Würzburg (seit Ende Juni offiziell im Ruhestand) studierte Nagel von 1973 bis 1979 Biologie in Konstanz. «Wir sind stolz darauf, dass eine so beeindruckende Wissenschaftskarriere ihren Ausgang an der Universität Konstanz nahm», sagte Katharina Holzinger, Rektorin der Universität Konstanz. «Mit herzlichen Grüßen von seiner Alma Mater wünsche ich ihm für die Zukunft alles Gute.»
Nagel wurde für seine Entdeckungen im Bereich lichtgesteuerter Ionenkanäle und Optogenetik ausgezeichnet, wie das Karolinska-Institut in Stockholm mitteilte. Optogenetik ist eine Methode zur Steuerung von Nervensignalen mit Licht.