Weitere Maßnahmen bei evakuiertem Hochhaus nötig
Seit Wochen können die Bewohner eines Hochhauses in Südhessen nicht in ihre Wohnungen. Das bleibt auch erst mal so.
Babenhausen (dpa/lhe) - Die Bewohner des evakuierten elfstöckigen Hochhauses im südhessischen Babenhausen dürfen vorerst das Gebäude nicht einmal betreten. Nachdem Anfang der Woche ein Fenster aus dem achten Stock gestürzt war, seien nun weitere Maßnahmen nötig, teilte der Kreis Darmstadt-Dieburg mit. Vertreter der Bauaufsicht, der Stadt, der Hausverwaltung und der beauftragte Ingenieur hätten sich zu einer Lagebesprechung getroffen und weitere Maßnahmen bestimmt.
Das heruntergestürzte Fenster sei nachträglich und offenbar nicht fachgerecht eingebaut worden, teilte der Kreis mit. Da weitere Fenster derselben Bauart vorhanden sind, lasse sich ein erneuter Vorfall dieser Art nicht ausschließen. Alle Fenster der betroffenen Fassadenseite müssten auf ihre Festigkeit überprüft werden.
Zudem müssten die statische Unbedenklichkeit der Außenmauern und des tragenden «Skeletts» geprüft werden. Außerdem müssten noch offene Brandschutzmaßnahmen durchgeführt werden. Bevor den 187 Bewohner vorübergehend Zutritt ins Haus möglich ist, müssten zudem wieder Gerüste vor den Eingängen errichtet werden, die vor herunterstürzenden Bauteilen schützen sollen.
Das Hochhaus war Anfang Juni geräumt worden, nachdem ein Teil der Fassade eingestürzt war. Verletzt wurde dabei niemand. Anfangs war von Reparaturarbeiten von zwei bis drei Wochen ausgegangen worden. Nach Angaben des Kreises liege es nun an den Eigentümern, wie schnell die vereinbarten Maßnahmen umgesetzt werden können.