Deutsche Post

Weitere Warnstreiks bei der Post

Erneut kommt es zu Ausfällen und Verzögerungen bei der Zustellung von Paketen und Briefen. Die Gewerkschaft Verdi ruft Beschäftigte der Deutschen Post zu Warnstreiks auf.

Auch in hessischen Kreisen gilt der Streikaufruf. (Archivbild) Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
Auch in hessischen Kreisen gilt der Streikaufruf. (Archivbild)

Berlin/Wiesbaden (dpa/lhe) - Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post ruft die Gewerkschaft Verdi erneut zu Warnstreiks in Hessen auf. «Am zweiten Tag in Folge sind heute Beschäftigte in der Zustellung ganztägig in Warnstreiks getreten», teilte die Gewerkschaft mit. Betroffen seien bereits bestreikte Niederlassungen, aber auch andere Bereiche. «Dort wird es zu Ausfällen und Verzögerungen bei der Zustellung von Paketen und Briefen kommen», hieß es.

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Verdi fordert Entgeltplus von sieben Prozent 

«Die Warnstreiks in der Zustellung gehen in die zweite Runde», erklärte Andreas Jung, Landesfachbereichsleiter Postdienste, Speditionen und Logistik von Verdi Hessen. «Nach den Warnstreiks gestern in den Bereichen Fulda, Kassel und Darmstadt rücken nun andere Standorte in den Fokus: beispielsweise der Zustellbereich Vordertaunus und Wetterau sowie das Umland von Wiesbaden und wieder der Briefbereich Fulda.» Auch in anderen Bundesländern legen Post-Mitarbeiter ihre Arbeit nieder. 

Verdi fordert ein Entgeltplus von sieben Prozent für die rund 170.000 Tarifbeschäftigten der Post in Deutschland. Außerdem sollen sie drei Extra-Urlaubstage bekommen. Wer Verdi-Mitglied ist, soll sogar vier zusätzliche Urlaubstage erhalten. Ihre Forderung begründet die Gewerkschaft mit dem verteuerten Alltag und der gestiegenen Arbeitsbelastung. Diese mache mehr Freizeit und damit auch mehr Erholung erforderlich.

Post will in nächster Tarifrunde ein Angebot vorlegen

Der Post gehen die Forderungen zu weit, sie fordert eine wirtschaftlich tragfähige Tariferhöhung. Dabei verweist das Unternehmen auf die im Digitalzeitalter schrumpfenden Briefmengen und den hohen Investitionsbedarf. Die Post hatte angekündigt, in der nächsten, am 12. Februar startenden Tarifrunde ein Angebot vorzulegen.

«Statt darauf zu beharren, dass die Forderungen nicht finanzierbar sind, sollten die Arbeitgeber lieber genau zuhören. Die Beschäftigten wissen am besten, wie man die Arbeit entlastender und damit auch attraktiver gestalten kann und was faire Bezahlung bedeutet», sagte Verdi-Landesfachbereichsleiter Jung.