Weiteres IS-Verfahren in Frankfurt startet Mitte Dezember
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - In Frankfurt steht Ende des Jahres erneut ein junger Mann vor Gericht, der sich der Terrorvereinigung Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben soll. Das Strafverfahren vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts soll am 15. Dezember beginnen, wie das Gericht am Freitag berichtete.
Angeklagt ist der 31-jährige Deniz B. Der Generalbundesanwalt wirft ihm in drei Fällen die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vor und in zwei Fällen Kriegsverbrechen.
Deniz B. soll im Frühjahr 2016 gemeinsam mit seiner Frau von Deutschland aus über die Türkei nach Syrien gereist sein. Dort sollen sich beide dem IS angeschlossen haben. Im Irak soll der Angeklagte dann eine militärische Ausbildung durchlaufen haben. Danach soll er für den IS Wachdienste und Kampfeinsätze absolviert haben. Zuletzt soll er dort «eine verantwortliche Position im logistischen Bereich» innegehabt haben.
Im August 2017 wurde der Angeklagte durch kurdische Sicherheitskräfte festgenommen. Bei seiner Wiedereinreise in die Bundesrepublik wurde er im Dezember 2022 festgenommen, kam in Untersuchungshaft und unter Auflagen im März 2023 frei. Nach dem ersten Prozesstermin Mitte Dezember sind acht Fortsetzungstermine angesetzt.