Migration

Weniger unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Hessen

2025 stellten in Hessen nur noch 397 alleinreisende Kinder und Jugendliche einen Asylantrag. Ein Jahr zuvor war die Zahl noch vierstellig.

Das Bundesamt hat die neuesten Zahlen für Hessen. (Archivbild) Foto: Patrick Pleul/dpa
Das Bundesamt hat die neuesten Zahlen für Hessen. (Archivbild)

Nürnberg/Wiesbaden (dpa/lhe) - Immer weniger minderjährige Flüchtlinge kommen ohne Eltern nach Hessen. Wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) der Deutschen Presse-Agentur sagte, nahm das BAMF im vergangenen Jahr in Hessen 397 Asyl-Erstanträge von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen entgegen. Das waren sehr viel weniger als 2024, wo 1.020 solche Anträge in Hessen gestellt wurden. 

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Allerdings wählen nicht alle unbegleiteten Minderjährigen diesen Weg, wie ein BAMF-Sprecher erklärt: «Ein relevanter Anteil dieser Kinder und Jugendlichen verzichtet auf einen Asylantrag.» Viele suchten stattdessen «einen anderen aufenthaltsrechtlichen Weg», etwa eine Duldung. 

Auch die Zahl der Inobhutnahmen sinkt, wie aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. 2024 wurden 30.786 Kinder und Jugendliche in Hessen «aufgrund unbegleiteter Einreise aus dem Ausland» in Obhut genommen. Diese Gruppe stellte fast die Hälfte aller Inobhutnahmen. Zahlen für 2025 liegen noch nicht vor.