Urteil

Zwölf Jahre Haft für Mord an Ehefrau

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild
Eine Figur der blinden Justitia.

Gießen (dpa/lhe) - Für den Mord an seiner Ehefrau hat das Landgericht Gießen einen 66-jährigen Mann zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Dem Urteil zufolge soll er seine Frau aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen erschossen haben, sagte ein Sprecher des Landgerichts am Mittwoch. Das Gericht verurteilte den Mann zudem wegen eines Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Bei der Tat soll der 66-Jährige eine Maschinenpistole unbekannter Herkunft benutzt haben. Zuvor hatte hessenschau.de berichtet.

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Der Mann hatten den Erkenntnissen des Gerichts zufolge im Dezember 2021 im mittelhessischen Grünberg seine Ehefrau mit einem Kopfschuss getötet. Er und die 48 Jahre alte Frau hätten getrennt gelebt, sich jedoch wenige Tage vor der Tat versöhnt, sagte der Sprecher.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe verlangt. Dieser Forderung schloss sich die Nebenklage an. Die Verteidigung hatte auf Totschlag plädiert und eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren gefordert.

Das Gericht konnte dem Sprecher zufolge eine verminderte Schuldfähigkeit des Angeklagten nicht ausschließen. Am Tattag habe er zwischen 2,4 und 3,4 Promille Alkohol intus gehabt. Ob das Urteil bereits rechtskräftig geworden ist, war zunächst unklar.