65. Verhandlungstag

Block-Prozess ohne Öffentlichkeit fortgesetzt

An Silvester 2023/24 wurden zwei Kinder von Christina Block gewaltsam vom Wohnort ihres Vaters in Dänemark entführt. Welche Folgen das für die Kinder hatte, erklärt eine Psychiaterin vor Gericht.

Der Prozess gegen Christina Block wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgesetzt. Foto: Marcus Brandt/dpa
Der Prozess gegen Christina Block wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgesetzt.

Hamburg (dpa) - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit ist der Hamburger Prozess um die Entführung der Block-Kinder fortgesetzt worden. Die Jugendpsychiaterin Mareike Schüler-Springorum sollte ihr Gutachten zu den Folgen der gewaltsamen Rückholaktion in der Silvesternacht 2023/24 weiter vorstellen. 

Vor Beginn der Anhörung der Sachverständigen hatte die Strafkammer am Landgericht am Dienstag die Zuschauer aus dem Saal geschickt. Als Grund nannte die Vorsitzende Richterin Isabel Hildebrandt die schutzbedürftigen Interessen der Kinder. Diese könnten durch Bekanntwerden von Informationen im Gutachten verletzt werden. 

Die Unternehmerin Christina Block (53) ist angeklagt, eine israelische Sicherheitsfirma im Zuge eines langen Sorgerechtsstreits mit ihrem Ex-Mann Stephan Hensel damit beauftragt zu haben, ihre beiden jüngsten Kinder - damals 10 und 13 Jahre alt - vom Wohnort des Vaters in Dänemark zu entführen.

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Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette «Block House» bestreitet die Vorwürfe. Es gibt noch sechs weitere Angeklagte. Nur einer von ihnen, ein 37-Jähriger aus Israel, hat die Vorwürfe eingeräumt. 

Sollten die Angeklagten verurteilt werden, könnten die Folgen der Entführung für die Kinder das Strafmaß beeinflussen, wie der Gerichtssprecher erläuterte.