Prozess in Oldenburg

Christian B. gesteht Beleidigung vor Gericht

Christian B. holt ein Vorfall aus seiner Zeit im Gefängnis ein. Warum er wieder vor Gericht steht - und welche Strafe ihm droht.

Christian B. steht wegen Beleidigung vor Gericht. (Archivbild) Foto: Moritz Frankenberg/dpa-Pool/dpa
Christian B. steht wegen Beleidigung vor Gericht. (Archivbild)

Oldenburg (dpa) - Christian B. hat vor Gericht gestanden, einen Gefängnismitarbeiter beleidigt zu haben. «Das tut mir im Nachhinein sehr leid», erklärte Verteidiger Friedrich Fülscher im Namen des Angeklagten zum Prozessbeginn am Landgericht Oldenburg. Wenn das Gericht Christian B. wegen Beleidigung schuldig sprechen sollte, droht ihm eine Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Gefängnis.

Der Vorfall liegt schon eine Weile zurück: Im Oktober 2023 saß Christian B. in Oldenburg im Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, damals einen Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt beleidigt zu haben. Das Amtsgericht Oldenburg hatte den Angeklagten deshalb zu sechs Wochen Freiheitsstrafe verurteilt, dagegen legten Staatsanwaltschaft und Verteidigung Berufung ein.

Zahlreiche Kamerateams drängten sich vor Beginn der Berufungsverhandlung in den Gerichtssaal, um ein Bild von dem Angeklagten zu erhaschen. Der Prozess erhält besondere Aufmerksamkeit, weil Christian B. im Verdacht steht, die vermisste Madeleine McCann getötet zu haben. Angeklagt ist er in diesem Fall bislang nicht, es gilt die Unschuldsvermutung.

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