Strafprozess

Eingesperrtes Mädchen: Prozess gegen Mutter hat neu begonnen

Das Mädchen aus dem Sauerland war jahrelang eingesperrt. Angeklagt sind vor dem Landgericht Siegen auch die Großeltern.

Nach Verzögerungen hat der Strafprozess nun ganz neu begonnen. (Archivbild) Foto: Bernd Thissen/dpa
Nach Verzögerungen hat der Strafprozess nun ganz neu begonnen. (Archivbild)

Siegen (dpa) - Der Strafprozess gegen eine Mutter, die ihre kleine Tochter fast deren ganzes Leben lang in einem Haus im Sauerland versteckt haben soll, ist am Landgericht Siegen noch einmal neu gestartet. Der 49-Jährigen werden unter anderem Misshandlung von Schutzbefohlenen und Freiheitsberaubung vorgeworfen. 

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Sie soll ihr Kind sieben Jahre lang im Haus der Großeltern in Attendorn in NRW völlig abgeschottet haben. Als damals Achtjährige war das Mädchen 2022 von der Polizei befreit worden. Die Großeltern mütterlicherseits sind wegen Beihilfe angeklagt. 

Der Prozess hatte ursprünglich am 7. Januar begonnen, damals war aber der Großvater (83) unentschuldigt nicht erschienen. Ein anderes Mal wurde die Verhandlung vertagt. 

Am Montag nahmen die Mutter und die Großeltern nun zum Neustart des Prozesses Platz auf der Anklagebank. Zunächst sollte die Staatsanwaltschaft ihre Anklage vortragen.