Landgericht Braunschweig

Entscheidung über Schmerzensgeld nach Germanwings-Absturz

Mehr als elf Jahre nach dem Flugzeugabsturz wird vor Gericht um zusätzliches Schmerzensgeld für Angehörige gestritten. Jetzt steht eine Entscheidung an. Die Aussichten der Kläger sind nicht gut.

Am 24. März 2015 war eine Germanwings-Maschine auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf abgestürzt. (Archivbild) Foto: Sebastien Nogier/dpa
Am 24. März 2015 war eine Germanwings-Maschine auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf abgestürzt. (Archivbild)

Braunschweig (dpa) - Der Prozess um zusätzliches Schmerzensgeld nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine mit 150 Toten steht vor dem Ende: Noch am heutigen Vormittag um 11.00 Uhr verkündet das Landgericht Braunschweig seine Entscheidung. 

30 Hinterbliebene hatten mehr als elf Jahre nach der Katastrophe Ansprüche von jeweils bis zu 110.000 Euro gegen die Bundesrepublik Deutschland angemeldet. Nach Überzeugung der Kläger wurde die Flugtauglichkeit des Copiloten damals nicht ausreichend überwacht.

Im Prozess um Schmerzensgeld nach dem Germanwings-Absturz mit 150 Toten mit Richterin Antje Siegfried steht die Entscheidung bevor. (Archivbild) Foto: Moritz Frankenberg/dpa
Im Prozess um Schmerzensgeld nach dem Germanwings-Absturz mit 150 Toten mit Richterin Antje Siegfried steht die Entscheidung bevor. (Archivbild)

Schon zum Prozessauftakt hatte das Gericht den Hinterbliebenen allerdings wenig Hoffnung gemacht. Die Kammer gehe davon aus, dass die Klage keine Aussicht auf Erfolg habe, sagte die Richterin damals. Die Kläger könnten ihre Ansprüche eher gegen die Fluggesellschaft geltend machen. Verhandelt wird in Niedersachsen, weil das Luftfahrt-Bundesamt seinen Sitz in Braunschweig hat.

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Am 24. März 2015 war eine Germanwings-Maschine auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf abgestürzt. 144 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Ermittlungen ergaben, dass der damalige Copilot das Flugzeug der Lufthansa-Tochtergesellschaft absichtlich gegen einen Berg gesteuert hatte.