Prozess

Gericht: Danny Masterson bleibt wegen Vergewaltigung in Haft

Über Jahre hinweg erhoben mehrere Frauen Vorwürfe gegen Danny Masterson wegen Vergewaltigung. 2023 wurde der US-Serien-Star zu langer Haft verurteilt. Er ging in Berufung - nun das Urteil.

Danny Masterson scheitert vor einem Berufungsgericht. (Archivbild) Foto: Wade Payne/Invision/AP/dpa
Danny Masterson scheitert vor einem Berufungsgericht. (Archivbild)

Los Angeles (dpa) - Der US-Schauspieler Danny Masterson (50, «Die wilden Siebziger»), der wegen Vergewaltigung zu 30 Jahren Haft verurteilt worden war, ist mit einem Berufungsantrag gescheitert. Ein dreiköpfiges Richtergremium im US-Bundesstaat Kalifornien gab die Entscheidung in einer 89-seitigen Begründung bekannt. Das Gericht bestätigte damit den Schuldspruch in dem Strafprozess und die lange Haftstrafe für den früheren Serien-Star. 

Masterson war 2023 von Geschworenen schuldig befunden worden, zwei Frauen im Jahr 2003 vergewaltigt zu haben. Der Schauspieler hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Alle sexuellen Handlungen seien einvernehmlich gewesen, beteuerte er im Verlauf des Prozesses.

Langwieriges Verfahren

Die polizeilichen Ermittlungen hatten 2017 begonnen, 2020 wurde Masterson festgenommen. Unter den Klägerinnen war auch eine frühere Freundin des Schauspielers. Die Frauen beschrieben ähnliche Umstände, dass Masterson sie in seinem Haus betäubt und dann vergewaltigt habe. In dem Verfahren wurde auch die umstrittene Scientology-Organisation, die sich selbst als Kirche bezeichnet, angesprochen. Masterson ist ein prominentes Mitglied, zeitweise gehörten auch die Klägerinnen der Organisation an, wie US-Medien berichteten.

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Impressum

In dem Berufungsantrag machten Mastersons Anwälte unter anderem geltend, dass Zeugenaussagen über Scientology in dem Strafverfahren unzulässig gewesen seien. Zudem warfen sie der damaligen Richterin Fehler bei der Prozessführung vor und sprachen von Mängeln bei den polizeilichen Ermittlungen. Das Berufungsgremium wies die Argumente zurück. Masterson habe ein «faires Verfahren» erhalten, hieß es in der Begründung. 

Durch «Die wilden Siebziger» bekannt

Der Schauspieler war an der Seite von Ashton Kutcher und Mila Kunis mit der Comedyserie «Die wilden Siebziger» bekanntgeworden, in der er von 1998 bis 2006 den stets Sonnenbrille tragenden Steven Hyde spielte. 2011 heiratete er die Schauspielerin Bijou Phillips, mit der eine Tochter hat. Phillips reichte 2023 die Scheidung ein.