Schwarzarbeit

Großeinsatz von Polizei und Zoll in Münchner Innenstadt

Kurz vor dem Bayern-Spiel rücken Polizei und Zoll mit Hunderten Kräften aus. Was steckt hinter dem Mega-Einsatz?

Polizei und Zoll waren in München bei einer großangelegten Prüfaktion im Einsatz. Foto: Malin Wunderlich/dpa
Polizei und Zoll waren in München bei einer großangelegten Prüfaktion im Einsatz.

München (dpa) - Mitten in München hat ein riesiges Aufgebot von Polizei und Zoll für Aufsehen gesorgt - und das wenige Stunden vor dem Champions-League-Spiel zwischen dem FC Bayern München und Real Madrid. Rund 530 Beamtinnen und Beamte hätten zeitgleich rund 40 Geschäfte und Ladenlokale betreten, sagte Thomas Meister vom Zollamt München. Ihre Aufgabe: nach Hinweisen auf mögliche Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung, aber auch Steuerdelikte suchen. 

Vom Friseur bis zur Shisha-Bar

Bei der Aktion ging es unter anderem um mögliche Schwarzarbeit und unversteuerte Tabakprodukte. Foto: Malin Wunderlich/dpa
Bei der Aktion ging es unter anderem um mögliche Schwarzarbeit und unversteuerte Tabakprodukte.

«In dieser Größe hatten wir das noch nie», sagte Meister. «Vom Friseur über den Kiosk bis zur Shisha-Bar war alles dabei.» Dabei ging es nicht nur um die Beschäftigungsverhältnisse. Die Einsatzkräfte sollten laut Meister auch nach unversteuertem Tabak oder geschmuggelten Zigaretten ohne Steuerbanderole Ausschau halten, ebenso wie nach Produkten wie Shisha-Tabak, der aus gesundheitlichen Gründen eigentlich nicht in Deutschland verkauft werden darf. Auch mögliche Drogenfunde würden registriert. 

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Polizei rechnet mit Funden

Ergebnisse gab es zunächst noch nicht. Foto: Malin Wunderlich/dpa
Ergebnisse gab es zunächst noch nicht.

Was die Aktion erbracht hat, wird sich erst nach der Auswertung zeigen. Aber: «Ich gehe davon aus, dass wir in Teilbereichen fündig sein werden», sagte der Münchner Polizeisprecher Thomas Schelshorn. Er verwies im Übrigen noch mal darauf, dass es sich nicht um eine Razzia handelte, bei der die Einsatzkräfte einem Verdacht nachgehen, sondern um eine Prüfaktion.

Beamten-Treffpunkt Theresienwiese

Kundinnen und Kunden waren von der Aktion nicht betroffen. Sie durften die Geschäfte den Angaben zufolge verlassen. Es sei dabei nur um Personen gegangen, die dort arbeiteten, erklärte Meister. 

Rund 400 Kräfte kamen von der Polizei, etwa 130 weitere vom Zoll. Foto: Malin Wunderlich/dpa
Rund 400 Kräfte kamen von der Polizei, etwa 130 weitere vom Zoll.

Die Aktion südlich des Münchner Hauptbahnhofs rund um die Landwehrstraße sollte bis in den Abend hinein andauern. Vorab hatte sich das Großaufgebot auf der Theresienwiese gesammelt, darunter 130 Kräfte des Zolls. 

Mit dem Fußballspiel in der Allianz-Arena hatte der Einsatz nichts zu tun, wie Polizei und Zoll betonten. Nur so mancher angereiste Fan dürfte sich gewundert haben.