Zuwanderung

Immer mehr Ärzte kommen aus dem Ausland

Jeder achte Mediziner hat keinen deutschen Pass, jeder vierte ist ein Zuwanderer. Ihr Anteil an der Ärzteschaft wächst stark.

Ausländische Ärzte stabilisieren das deutsche Gesundheitssystem. (Symbolbild) Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa
Ausländische Ärzte stabilisieren das deutsche Gesundheitssystem. (Symbolbild)

Wiesbaden (dpa) - In Deutschland arbeiten immer mehr ausländische Ärztinnen und Ärzte. Laut Statistischem Bundesamt hatten 64.000 oder 13 Prozent aller Mediziner im Jahr 2024 keine deutsche Staatsangehörigkeit. Zehn Jahre zuvor waren es erst 30.000 beziehungsweise 7 Prozent gewesen. 

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121.000 aus dem Ausland zugewanderte Ärztinnen und Ärzte arbeiteten 2024 in der Human- und Zahnmedizin. Das war knapp ein Viertel der gesamten Ärzteschaft. Ein Teil von ihnen besitzt inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft. 42 Prozent waren weniger als zehn Jahre in Deutschland.

7.000 ausländische Abschlüsse wurden 2024 als gleichwertig anerkannt. Darunter waren 21 Prozent Deutsche, die im Ausland Medizin studiert haben - meist, um die Zulassungsbeschränkungen zu umgehen. Die meisten entschieden sich für Österreich oder Ungarn. 

Zweitgrößte Gruppe bei den anerkannten ausländischen Abschlüssen waren Syrerinnen und Syrer. 2024 wurden 800 syrische Abschlüsse in der Humanmedizin und 100 in der Zahnmedizin anerkannt.