Zum Tod von Jürgen Habermas

Wolfram Weimer würdigt Jürgen Habermas als «Meisterdenker»

Mit 96 Jahren ist Jürgen Habermas gestorben. Weimer betont: «Wir werden seine Stimme vermissen» – und ruft zur Besinnung auf rationale Verständigung auf.

Wolfram Weimer würdigte Jürgen Habermas als Meisterdenker und Philosoph der Bundesrepublik. (Archivfoto) Foto: Fabian Sommer/dpa
Wolfram Weimer würdigte Jürgen Habermas als Meisterdenker und Philosoph der Bundesrepublik. (Archivfoto)

Berlin (dpa) - Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat den gestorbenen Philosophen und Soziologen Jürgen Habermas gewürdigt. «Jürgen Habermas hat als Meisterdenker und Philosoph der Bundesrepublik die geistigen Grundlagen unserer Demokratie geprägt. Mit seiner Diskurstheorie schuf er ein Gehäuse für den offenen Meinungsstreit und Toleranz. Zugleich war er ein engagierter Kämpfer für Demokratie, Vernunft, Meinungsfreiheit und das vereinigte Europa», erklärte Weimer (parteilos). «Angesichts heutiger Polarisierungen sollten wir uns auf Jürgen Habermas‘ zwanglosen Zwang des besseren Arguments besinnen – also auf die Kraft rationaler Verständigung. Wir werden seine Stimme vermissen.»

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Habermas war am Samstag im Alter von 96 Jahren in Starnberg gestorben, wie der Suhrkamp Verlag unter Berufung auf die Familie der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.