Medien: Fünf Tote bei Gewalttat an Grundschule in Oregon
An einer Grundschule im Westen der USA kommt es zu einer blutigen Gewalttat. Es soll mindestens vier Todesopfer geben. Auch der Täter ist tot.
Bend (dpa) - An einer Grundschule im US-Bundesstaat Oregon ist es zu einer folgenschweren Gewalttat gekommen. Neben dem Angreifer, der nach Polizeiangaben erschossen wurde, kamen drei Kinder und ein Erwachsener ums Leben, wie die Sender CBS News und CNN unter Berufung auf Ermittlerkreise berichteten.
Die Polizei hatte bei einer ersten Pressekonferenz von mindestens zwei Verletzten gesprochen, die in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht worden seien. «Unter den Opfern befinden sich auch Kinder», sagte Polizeisprecherin Sheila Miller. Eine offizielle Bestätigung für die Berichte zu mehreren Todesopfern gab es zunächst nicht.
Medien: Angreifer von Passant erschossen
Ersten Erkenntnissen zufolge wurde die Tat von einem einzelnen Angreifer verübt. Er sei kurz nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte in der Schule erschossen worden, sagte Miller. Ob die Polizei ihn erschoss oder eine dritte Person, war zunächst unklar - ebenso wie die genauen Umstände und das Motiv der Tat.
Laut CBS News soll es sich bei dem Täter um einen Teenager handeln, der angeblich von einem Passanten erschossen wurde. CNN zufolge war der Angreifer 16 Jahre alt. Als die Einsatzkräfte am Tatort eintrafen, sei er bereits tot gewesen.
Im ersten Notruf bei der Polizei hatte es nach deren Angaben zunächst geheißen, ein Mann habe auf ein Auto geschossen. Kurz darauf meldeten sich demnach weitere Anrufer und beschrieben, dass der Täter die Schule betreten und das Feuer eröffnet habe. Daraufhin sei ein Großaufgebot an Einsatzkräften ausgerückt.
Nach Polizeiangaben besuchen zwischen 400 und 450 Schüler die Silver Rail Elementary School in Bend. Die Stadt liegt mittig im Westküsten-Bundesstaat Oregon und hat gut 100.000 Einwohner.
Schusswaffengewalt ist trauriger Alltag in USA
In den USA gehört Schusswaffengewalt faktisch zum Alltag, die Opferzahlen gehen jedes Jahr in die Zehntausende. Pistolen und Waffen größerer Kaliber sind leicht zugänglich und millionenfach im Umlauf. Besonders folgenschwere Angriffe entfachen zwar immer wieder Debatten über eine Verschärfung des Waffenrechts - in der Regel bleiben diese aber folgenlos. Reformversuche scheitern letztlich meist am Widerstand der Waffenlobby und ihr wohlgesonnener Republikaner.
Laut einer Analyse von CNN gab es in den Vereinigten Staaten im laufenden Jahr mindestens 52 Schusswaffenvorfälle an Schulen, bei denen mindestens 28 Menschen getötet und 48 weitere verletzt wurden.
Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC starben 2024 gut 44.400 Menschen infolge des Gebrauchs von Schusswaffen. Dies war laut dem Forschungsinstitut Pew Research Center das letzte Jahr, in dem Daten vollständig erhoben wurden. Die Zahlen der CDC umfassen sowohl Tötungsdelikte als auch Suizide mit Schusswaffen. Laut Pew Research Center war 2024 bei drei Vierteln aller Tötungsdelikte in den USA eine Schusswaffe involviert.