Feuer im Urlaubsland

Neuer Großbrand in Spanien vermutlich vorsätzlich gelegt

Kaum zeichnet sich bei zwei verheerenden Waldbränden in Spanien eine Entspannung ab, kämpfen die Einsatzkräfte bereits gegen das nächste Großfeuer. Die Behörden haben einen schwerwiegenden Verdacht.

Rund 2.200 Hektar Pinienwald wurden verwüstet. Foto: Carlos Criado/EUROPA PRESS/dpa
Rund 2.200 Hektar Pinienwald wurden verwüstet.

Madrid (dpa) - Ein neuer Großbrand hat in Spanien bereits 2.200 Hektar Vegetation zerstört, darunter Pinienwald. Das seit Dienstag im Gebiet Las Hurdes in der Provinz Cáceres im Westen des Landes wütende Feuer sei mit einer «Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent» vorsätzlich gelegt worden, sagte der Vizepräsident der Region Extremadura, Abel Bautista, vor Journalisten.

Wegen der näher rückenden Flammen wurden dort bereits zehn Ortschaften mit insgesamt rund 700 Einwohnern evakuiert. Drei Wohnhäuser wurden beschädigt, mehrere Straßen bleiben gesperrt. Mehr als 200 Einsatzkräfte sowie 23 Löschflugzeuge und -Hubschrauber kämpfen gegen die Flammen.

Entspannung der Lage in Andalusien und Aragonien 

Unterdessen entspannt sich die Lage bei zwei der größten Waldbrände der vergangenen Wochen. Beim Feuer von Niebla in Andalusien konnten inzwischen die letzten Evakuierten nach der Eindämmung des Brandes in ihre Häuser zurückkehren. Die Flammen verwüsteten dort mehr als 38.000 Hektar. Zum Vergleich: Das ist eine Fläche, die größer als das Stadtgebiet von München ist.

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Auch beim Großbrand in Las Peñas de Riglos in der Region Aragonien, der mehr als 18.000 Hektar erfasste, konnte die Situation inzwischen stabilisiert werden. Dort waren zuletzt noch 1.046 Menschen aus 19 Ortschaften sowie zwei Campingplätzen und einem Ferienlager evakuiert. Für die Bewohner von sieben Ortschaften wurde die Evakuierung inzwischen aber aufgehoben.