Extremismus

Lina E. und Mitangeklagte legen Revision ein

Die linke Studentin Lina E. aus Kassel und drei Mitangeklagte wurden zu hohen Strafen verurteilt. Der Hauptvorwurf: Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Nun geht es in die Revision.

Das Oberlandesgericht Dresden hatte die Studentin Lina E. zu fünf Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Nun gehen sie und drei weitere Mitangeklagte in Revision. Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Das Oberlandesgericht Dresden hatte die Studentin Lina E. zu fünf Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Nun gehen sie und drei weitere Mitangeklagte in Revision.

Dresden (dpa) - Die Studentin Lina E. und drei weitere Angeklagte haben Revision gegen ihre Verurteilung wegen linksextremer Gewalttaten eingelegt. Das teilte das Oberlandesgericht (OLG) Dresden am Mittwoch mit. Zuvor hatte der Mitteldeutsche Rundfunk darüber berichtet. Die Angeklagten waren vor einer Woche zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Eine Sprecherin des Oberlandesgerichts sagte, die Akten würden dem Bundesgerichtshof übergeben, allerdings müsse das Urteil der Kammer erst schriftlich vorliegen. Zur voraussichtlichen Dauer des Revisionsverfahren konnte sie keine Angaben machen.

Die Linksextremistin Lina E. war vergangene Woche zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Das Oberlandesgericht Dresden sprach die aus Kassel stammende 28-Jährige wegen mehrerer Angriffe auf Rechtsextreme der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung für schuldig. Drei mitangeklagte Männer erhielten Strafen zwischen zwei Jahren und fünf Monaten sowie drei Jahren und drei Monaten.

Alle vier Verurteilten sind derzeit auf freiem Fuß. Der Haftbefehl gegen Lina E. wurde am Abend der Urteilsverkündung unter Auflagen außer Kraft gesetzt. Zuvor hatte sie mehr als zweieinhalb Jahre in Untersuchungshaft gesessen. Nach Angaben des OLG müssen die Strafen erst nach einer rechtskräftigen Verurteilung verbüßt werden.