Sachsens Regierungschef

Rechtsextreme provozieren - Kretschmer bleibt gelassen

Michael Kretschmer ist harte Debatten gewohnt. Dass er sich dabei nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt, bewies er nun bei einem Wahlkampftermin in Pirna.

Pirna (dpa) - Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ist bei einer Wahlkampfveranstaltung seiner Partei von Rechtsextremen lautstark provoziert worden. Doch der Regierungschef blieb bei der Veranstaltung auf dem Marktplatz in Pirna am Mittwochabend gelassen. In einer Demokratie sei es wichtig, sich zuzuhören und für Probleme einen Konsens zu finden, sagte er. Leider seien einige dazu nicht bereit. Die CDU sei eine Partei, die den Menschen Angebote unterbreite.

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Die rechtsextreme Kleinstpartei «Freie Sachsen» war mit ein paar Dutzenden Anhängern unter anderem mit einem Plakat und der Aufschrift «Kretschmer verhaften» aufmarschiert. Sie versuchte, ein Grillfest der Union zur Oberbürgermeisterwahl in Pirna zu stören. Kretschmer ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und sprach gut eineinhalb Stunden mit Menschen in der Stadt. Nicht wenige von ihnen stellten kritische Fragen, etwa zur Migration oder dem Krieg Russlands gegen die Ukraine.