Wahlen

Früherer US-Vizepräsident Pence besucht Ukraine

Mit seinem Besuch setzt der frühere US-Vize Mike Pence ein Zeichen der Solidarität. Doch er unterstreicht damit auch, dass er in den Wettbewerb um die Präsidentschaftskandidatur in den USA eintritt.

Wolodymyr Selenskyj (l), Präsident der Ukraine, und Mike Pence, ehemaliger Vizepräsident der USA, während ihres Treffens. Foto: Uncredited/Ukrainian Presidential Press Office/AP/dpa
Wolodymyr Selenskyj (l), Präsident der Ukraine, und Mike Pence, ehemaliger Vizepräsident der USA, während ihres Treffens.

Washington (dpa) - Mit einem Besuch in der Ukraine hat sich der frühere US-Vizepräsident Mike Pence klar an die Seite des angegriffenen Landes gestellt. Damit machte er auch seine Position im Wettbewerb um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner für die Wahl 2024 deutlich. «Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Amerika auf der Weltbühne weiterhin führt. Dass wir uns der nackten Aggression, die wir hier gesehen haben, entgegenstellen», sagte der 64-Jährige in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit einer NBC-Journalistin, das nach Angaben des US-Senders in dem Ort Moschtschun unweit von Kiew aufgenommen wurde.

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«Der Krieg hier in der Ukraine ist nicht unser Krieg, aber Freiheit ist unser Kampf», sagte Pence. Die Unterstützung der Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland liege im nationalen Interesse der USA.

Pence kam in Kiew auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammen. «Die Unterstützung der USA für unseren Freiheitskampf ist lebenswichtig», sagte Selenskyj. Pence besuchte außerdem die Vororte Butscha und Irpin. NBC veröffentlichte Fotos des Republikaners im Gespräch mit Anwohnern in Irpin und davon, wie er Blumen niederlegte.

Pence war von 2017 bis 2021 Stellvertreter von Ex-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur fordert er seinen früheren Chef nun heraus - beide wollen für die Republikaner bei der Präsidentschaftswahl im November kommendes Jahr antreten. Trump liegt in den Umfragen weit vor den anderen republikanischen Bewerberinnen und Bewerbern.