Ukraine-Krieg

Gouverneur: Angriff auf Produktionsanlagen in Wolgograd

Im Abwehrkrieg gegen Russland beschießt die Ukraine immer wieder Rüstungsunternehmen. Bei einer Attacke in der Nacht bestätigt der Gouverneur von Wolgograd Schäden an «Produktionsanlagen».

Ukrainische Marschflugkörper des Typs Flamingo. (Symbolbild/Archiv) Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa
Ukrainische Marschflugkörper des Typs Flamingo. (Symbolbild/Archiv)

Wolgograd (dpa) - Die Ukraine hat in der Nacht und am frühen Morgen offiziellen Angaben nach Industrieanlagen in der russischen Millionenstadt Wolgograd mit Marschflugkörpern angegriffen. Mindestens zehn Menschen seien verletzt und die Produktionsanlagen eines Betriebs beschädigt worden, schrieb Gouverneur Andrej Botscharow auf seinem Telegramkanal. Zum Einsatz kamen seinen Worten nach «Flugobjekte mit Hochgeschwindigkeit» - damit dürften Marschflugkörper gemeint sein. 

Mehrere lokale Brände seien gelöscht worden, schrieb Botscharow weiter. Wohngebäude waren demnach nicht betroffen. Genauere Angaben zur Art des getroffenen Unternehmens machte er nicht.

Unbestätigten russischen und ukrainischen Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um die russische Rüstungsfabrik Titan-Barrikady. Das Internetportal «Astra» berichtete von Rauchwolken, die aus der Fabrik aufstiegen. Die Schläge seien mit Marschflugkörpern des ukrainischen Typs Flamingo geführt worden, meldete das Portal unter Berufung auf die Auswertung von Bild- und Videomaterial. Titan-Barrikady stellt Komponenten für die Raketenkomplexe Iskander, Jars und Topol-M her, die prinzipiell auch Atomwaffen tragen können.

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