Nahost-Krieg

Israel will Hilfslieferungen aus Ägypten «nicht behindern»

Die Versorgung der Menschen im Gazastreifen ist sehr schwierig. Lastwagen stehen am Grenzübergang in Ägypten bereit. Nun sagt Israel zu, der Lieferung humanitärer Gütern nicht im Weg stehen zu wollen.

Am Grenzübergang Rafah im südlichen Gazastreifen. Foto: Khaled Omar/XinHua/dpa
Am Grenzübergang Rafah im südlichen Gazastreifen.

Tel Aviv (dpa) - Israel will nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu humanitäre Hilfslieferungen aus Ägypten in den Gazastreifen nicht behindern. Dies betreffe Lieferungen wie Lebensmittel, Wasser und Medikamente für die Zivilbevölkerung, teilte Netanjahus Büro mit. «Jede Lieferung, die zur Hamas gelangt, wird verhindert.»

Gleichwohl machte Netanjahu deutlich, Israel werde «keine humanitäre Hilfe von seinem Territorium in den Gazastreifen zulassen, solange unsere Entführten nicht zurückgebracht werden.» Israel verlange «Besuche des Roten Kreuzes bei unseren Entführten», hieß es weiter. Man arbeite daran, internationale Unterstützung für diese Forderung zu mobilisieren.

Einziger Grenzübergang geschlossen

Bereitstehende humanitäre Hilfslieferungen für die Bevölkerung im Gazastreifen können gegenwärtig nur über die ägyptische Grenze gebracht werden. Der einzige Grenzübergang Rafah ist geschlossen. Hilfstransporte stehen dort seit Tagen Schlange.

Unklar war, ob er nun von Ägypten geöffnet wird beziehungsweise geöffnet werden kann. Nach Berichten von vor Ort wurde der Übergang durch israelischen Beschuss beschädigt und muss nun repariert werden. Nach ägyptischen Angaben stehen dort rund 3000 Tonnen Güter bereit.

Terroristen hatten am 7. Oktober im Auftrag der im Gazastreifen herrschenden Hamas die Grenze zu Israel überquert und Massaker angerichtet. Israel greift seither nach eigenen Angaben Hamas-Ziele im Gazastreifen an.