Iran-Konflikt

USA beschuldigen Iran der Geiseldiplomatie

Mitten in sensiblen Atomverhandlungen machen die USA dem Iran neue Vorwürfe. Washington brandmarkt Teheran als Staat, der Ausländer als politisches Druckmittel festhält.

Außenminister Marco Rubio wirft Teheran vor, seit Jahrzehnten unschuldige Ausländer – darunter US-Amerikaner – als politisches Druckmittel festzuhalten. Foto: Alex Brandon/Pool AP/AP/dpa
Außenminister Marco Rubio wirft Teheran vor, seit Jahrzehnten unschuldige Ausländer – darunter US-Amerikaner – als politisches Druckmittel festzuhalten.

Washington (dpa) - Die US-Regierung bezeichnet den Iran nun offiziell als «Staat, der unrechtmäßige Inhaftierungen betreibt» (State Sponsor of Wrongful Detention). Außenminister Marco Rubio warf Teheran in einem X-Post zu der Entscheidung vor, seit Jahrzehnten unschuldige Ausländer – darunter US-Amerikaner – als politisches Druckmittel festzuhalten. Diese «abscheuliche Praxis» der politischen Geiselnahme müsse beendet werden.

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Rubio forderte die sofortige Freilassung aller aus Sicht der USA zu Unrecht Inhaftierten. Sollte der Iran sein Vorgehen nicht ändern, könnten weitere Maßnahmen folgen. Mit der Einstufung erhöht Washington den politischen Druck auf die iranische Führung – auch vor dem Hintergrund der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Die Einstufung erfolgt auf der Grundlage eines neuen US-Gesetzes gegen unrechtmäßige Inhaftierungen im Ausland.