Marode Infrastruktur

Sperrung um Bonner Nordbrücke angepasst

Nach dem Schock der Nordbrücken-Sperrung in Bonn werden zwei Anschlussstellen freigegeben. Das soll den Verkehr «entzerren». Es ist nur ein Mini-Trostpflaster. Das Nadelöhr bleibt vorerst dicht.

Die Bonner Rheinbrücke bleibt vorerst gesperrt - aber man kann näher an sie ran fahren. (Archivbild) Foto: Benjamin Westhoff/dpa
Die Bonner Rheinbrücke bleibt vorerst gesperrt - aber man kann näher an sie ran fahren. (Archivbild)

Bonn (dpa) - Die Vollsperrung der vielbefahrenen Bonner Nordbrücke ist ein Schock für Wirtschaft und Autofahrer im Rheinland – nun sollen erste Anpassungen den Verkehr zumindest etwas entzerren. Die an die Brücke angrenzenden Anschlussstellen Bonn-Beuel und Bonn-Auerberg werden freigegeben, wie die Autobahn GmbH des Bundes mitteilte. Die Brücke selbst bleibe aber weiterhin gesperrt, sagte eine Sprecherin.

Durch die Freigabe der Anschlussstelle verkürzt sich der gesperrte Abschnitt der Autobahn 565. Fahrzeuge können nun bis zu den beiden Anschlussstellen an die Brücke heranfahren, sie aber weiterhin nicht überqueren. Die Maßnahme soll den Verkehr nach Angaben der Autobahn GmbH «gezielt» entzerren.

Unklar, ob Brücke erneut geöffnet werden kann

Die Bonner Nordbrücke ist Teil der A565 und die wichtigste Ost-West-Verbindung der Region. Am Mittwoch war die vielbefahrene Autobahnbrücke über den Rhein aber wegen neu entdeckter Schäden bis auf weiteres für den Verkehr gesperrt worden.

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Ob sie noch einmal geöffnet werden kann, ist nach Angaben der Autobahn GmbH unklar. Es müsse erneute statische Berechnungen geben, hatte der technische Geschäftsführer Dirk Brandenburger am Freitag erklärt. In ein paar Tagen werde man möglicherweise Genaueres wissen.