Unwetter

Tod und Verwüstung nach Tornado in texanischer Kleinstadt

Der Wirbelsturm ist Teil einer gewaltigen Unwetterfront, die bereits seit Tagen den Süden der USA durchwandert. Einige Gegenden sind von schweren Gewittern, ausgiebigem Regen und Hagel betroffen.

Perryton nach dem Tornado: ein Bild der Verwüstung. Foto: David Erickson/AP/dpa
Perryton nach dem Tornado: ein Bild der Verwüstung.

Perryton (dpa) - Ein Tornado hat die Kleinstadt Perryton im US-Bundesstaat Texas verwüstet, mindestens drei Menschen das Leben gekostet und Dutzende weitere verletzt. Einsatzkräfte sprachen in US-Medien von 50 bis 100 Verletzten, nachdem der Wirbelsturm am frühen Donnerstagabend (Ortszeit) eine Schneise durch den Ort im Norden von Texas nahe der Grenze zu Oklahoma gezogen hatte. Die Schwere der Verletzung reiche von leichten Schnittwunden bis hin zu Patienten in kritischem Zustand, die in andere Kliniken gebracht werden mussten, sagte eine Sprecherin des örtlichen Krankenhauses dem Sender NBC News.

Nach Angaben des Chefs der örtlichen Feuerwehr, Paul Dutcher, galten noch einzelne Einwohner als vermisst.

Texas' Gouverneur Greg Abbott kündigte rasche Unterstützung für Perryton an. Er bete für jene, die von dem «schrecklichen Sturm» getroffen wurden, schrieb Abbott auf Twitter. «Texas steht bereit, zusätzliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um beim Schutz unserer Gemeinden zu helfen.»

Zerstörte Häuser, umgeknickte Bäume

Auch umliegende Bezirke schickten Hilfe in die rund 8000 Einwohner große Ortschaft, die nach Angaben des Energiebetreibers Xcel Energy am Abend ohne Strom war. Ein Schulgebäude wurde für jene bereitgestellt, die ihr Dach über dem Kopf verloren hatten.

Erste Bilder zeigten die Trümmer komplett zerstörter Häuser und umgeknickter Bäume. Laut Feuerwehrchef Dutcher war eine Wohnwagensiedlung besonders betroffen. Neben Läden seien möglicherweise bis zu 200 Wohnhäuser vom Sturm zerstört worden, auch Funktürme seien umgestürzt.

Wetterdienst warnt weiter

Der Wirbelsturm ist Teil einer gewaltigen Unwetterfront, die bereits seit mehreren Tagen den Süden der USA durchwandert und die Gegenden vom westlichen Kansas bis hin zur Golfküste Floridas teils mit schweren Gewittern, ausgiebigem Regen und Hagel überzogen hat. Der US-Wetterdienst warnte am Abend in Teilen von Texas und Oklahoma weiter vor Tornados und tischtennisballgroßen Hagelkörnern.

Laut CNN wurden am Donnerstag mehr als 185 Stürme mit bislang sieben Tornados in den USA gezählt. Jene Wolkenrüssel entstehen, wenn in tief stehenden Gewitterfronten die Luftmassen zwischen Boden und Wolke sich zu drehen beginnen und durch aufsteigende feuchte Luft immer schneller werden. Der Südwesten der USA und die Great Plains östlich der Rocky Mountains sind typische Tornado-Gebiete.