VW-Betriebsversammlungen

Zukunftswerk oder auf der Kippe? - VW-Chef Blume in Emden

VW-Chef Blume stellt sich in Emden den Fragen der Belegschaft. Wie geht es weiter mit dem Werk, das mit der Umstellung auf E-Mobilität gut aufgestellt galt, jetzt aber gefährdet sein soll?

VW-Chef Oliver Blume spricht heute bei der Betriebsversammlung in Emden und muss dann weiter nach Zwickau. Foto: Lars Penning/dpa
VW-Chef Oliver Blume spricht heute bei der Betriebsversammlung in Emden und muss dann weiter nach Zwickau.

Emden (dpa) - VW-Konzernchef Oliver Blume hat sich nach dem Auftakt in der Wolfsburger Zentrale den Fragen der Belegschaft im Werk Emden gestellt. Blume landete am Morgen mit einem Flieger des VW Airservice auf dem Flugplatz in Ostfriesland. Die zweite von insgesamt neun Betriebsversammlungen war mit Spannung erwartet worden, weil der Standort in Emden jüngst immer wieder zu den gefährdeten Werken gezählt wurde. 

Mit Blick auf mögliche Werksschließungen sprach Blume zuletzt von einer letzten Option, die er gern vermeiden wolle. Für die vier Werke Emden, Zwickau und Hannover sowie bei der Tochter Audi in Neckarsulm gebe es derzeit noch keine «wettbewerbsfähige Belegung» für die 2030er Jahre. 

Schließungen seien nicht entschieden, hatte Blume am Dienstag in Wolfsburg zum Auftakt in die Betriebsversammlungen gesagt. «Unser Ziel ist es, in den nächsten 6 bis 12 Monaten belastbare Perspektiven für alle Standorte zu schaffen». 

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VW hatte Milliarden in Emden investiert

Betriebsrat und Gewerkschaft hatten in Emden schon im Juli mit Protesten auf die Berichte über verschärfte Sparpläne des Konzerns reagiert. Die Verwunderung darüber, dass das Werk Emden auf der Kippe stehen soll, war groß. Denn schon Ende 2024 war dort der letzte Verbrenner vom Band gelaufen.

Inzwischen baut VW in Emden nach einer Milliardeninvestition in sein Werk ausschließlich E-Autos wie den ID.7. In dem Werk arbeiten rund 7.700 Beschäftigte. Der Standort gilt in Ostfriesland als der wichtigste industrielle Arbeitgeber. 

Nach Emden sollte Blume weiter nach Zwickau reisen, wo ebenfalls um den Standort gebangt wird.