Baby Alina

Toter Säugling am Wegesrand: Behörden finden die Eltern

Die Geschichte eines toten Babys, das in einer Einkaufstüte an einem Feldweg abgelegt wurde, hat viele Menschen bewegt. Nun haben die Behörden die Eltern gefunden. Doch viele Fragen bleiben offen.

In einem weißen Sarg ist das Baby beigesetzt worden. (Archivbild) Foto: Christoph Reichwein/dpa
In einem weißen Sarg ist das Baby beigesetzt worden. (Archivbild)

Beckum/Hamm (dpa) - Gut einen Monat nach dem Fund eines toten Säuglings an einem Feldweg im Münsterland haben die Behörden die Eltern gefunden. Der 37-jährige Vater und die 42-jährige Mutter leben in Hamm (NRW). Beide seien am Dienstag vorläufig festgenommen worden, aber schon nach wenigen Stunden wieder auf freien Fuß gekommen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Gegen beide habe sich bislang kein dringender Tatverdacht ergeben.

Der Säugling war am 26. September in Beckum in einer grauen Einkaufstüte am Wegesrand abgestellt worden. Passanten fanden das in ein Saunatuch eingewickelte tote Kind. Weil die Herkunft der Kleinen völlig unklar war, gaben Ermittler ihr den Namen Alina. Sie wurde schließlich bei einer öffentlichen Trauerfeier auf dem städtischen Friedhof in Beckum in einem weißen Sarg beigesetzt.

Anhaltspunkte für «Gewalteinwirkung»

Die Obduktion des Leichnams habe «Anhaltspunkte für eine mögliche Gewalteinwirkung» ergeben, teilte die Staatsanwaltschaft nun erstmals mit. Ob das Mädchen dadurch gestorben ist, blieb aber unklar.

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Gegen die Eltern gebe es durch die bisherigen Ermittlungen keinen dringenden Tatverdacht. Beide seien deshalb wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden, teilte die Staatsanwaltschaft Dortmund mit.