Atomausstieg

Umweltministerin Lemke blickt erleichtert auf Atomausstieg

Heute sollen die drei verbliebenen Kernkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden. Die Grünen-Politikerin begrüßt den Schritt: «Der Atomausstieg macht Deutschland sicherer».

Bundesumweltministerin Steffi Lemke ist erleichtert. Foto: Wolfgang Kumm/dpa
Bundesumweltministerin Steffi Lemke ist erleichtert.

Berlin (dpa) - Bundesumweltministerin Steffi Lemke schaut mit Erleichterung auf die anstehende Abschaltung der verbliebenen Atomkraftwerkeg. «Der Atomausstieg macht Deutschland sicherer», sagte die Grünen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. «Die Risiken der Atomkraft sind im Falle eines Unfalles letztlich unbeherrschbar.»

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Nach Einschätzung des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (Base) liegt auch im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ein Argument für den Atomausstieg: Die radioaktiven Elemente seien in Endlagern in tiefen geologischen Schichten sicherer vor Angriffen und Sabotage geschützt als in einem Meiler oder oberirdischen Zwischenlager, heißt es in einer Base-Veröffentlichung. «Beton, Stacheldraht und Wachmannschaften können nicht für einen langen Zeitraum eine Lagerung in tiefen, stabilen geologischen Formationen ersetzen», sagte Präsident Wolfram König.

Heute sollen die drei verbliebenen Kernkraftwerke in Deutschland endgültig vom Netz gehen. Eigentlich sollte dies schon Ende vergangenen Jahres passieren. Wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und der dadurch ausgelösten Energiekrise entschied die Ampel-Koalition im vergangenen Jahr jedoch, die drei Meiler über den Winter weiterlaufen zu lassen.