43. Verhandlungstag

«Unmenge von Tüten» - Blocks Nachbarin schildert Eindrücke

Was hat eine Nachbarin von Christina Block vor dem Haus der Unternehmerin beobachtet? Die Zeugin im Prozess gegen die Mutter berichtet auf Antrag des Anwalts von Blocks Ex-Mann ihre Eindrücke.

Eine Nachbarin von Christina Block sagte im Prozess aus. Foto: Marcus Brandt/Pool dpa/dpa
Eine Nachbarin von Christina Block sagte im Prozess aus.

Hamburg (dpa) - Im Hamburger Prozess um die Entführung der Kinder von Christina Block hat eine Nachbarin der Mutter ihre Beobachtungen vor der Silvesternacht 2023/24 geschildert. Einen Tag vor der Tat habe sie beobachtet, wie «Unmengen von Tüten» in Blocks Wohnhaus geschleppt worden seien, berichtete die Zeugin. Sonst würden nicht so viele Supermarkttüten gebracht. Sie habe gedacht, da werde wohl eine große Party stattfinden - doch am nächsten Tag sei das Haus dunkel gewesen.

Nach Angaben von Nebenklagevertreter Philip von der Meden hatte sich die Nachbarin bei ihm gemeldet, woraufhin er beantragt habe, sie als Zeugin zu hören. Von der Meden vertritt Blocks Ex-Mann Stephan Hensel, der in dem Verfahren Nebenkläger ist. Der Anwalt erklärte anschließend, die Zeugenaussage untermauere: «Frau Block wusste, dass die Entführung ansteht.» Der Verteidigung verneinte dies.

Christina Block (52) soll eine israelische Sicherheitsfirma beauftragt haben, zwei ihrer Kinder vom Wohnort ihres Ex-Manns in Dänemark zu entführen. Der damals zehnjährige Junge und das 13-jährige Mädchen waren gewaltsam nach Süddeutschland gebracht worden. Ihre Mutter holte sie von dort nach Hamburg. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette «Block House», Eugen Block, bestreitet, den Auftrag zur Entführung erteilt zu haben.

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