Sportartikel-Konzern

Adidas rudert im Streit mit Black Lives Matter zurück

Jetzt kommt es in den USA doch nicht zum Markenstreit wegen drei Streifen im Logo der Black Lives Matter Bewegung. Der Sportartikelhersteller Adidas zieht seinen Widerspruch zurück.

Ein Demonstrant mit einem «Black Lives Matter»-Schild in Minneapolis. Foto: Nicole Neri/AP/dpa
Ein Demonstrant mit einem «Black Lives Matter»-Schild in Minneapolis.

Washington (dpa) - Drei gelbe Streifen im Logo einer zentralen Stiftung der US-Bewegung Black Lives Matter sorgen für einen Markenstreit mit Adidas. Der Sportartikel-Konzern ging zunächst am Montag mit einem Antrag beim amerikanischen Patent- und Markenamt gegen eine Verwendung des Streifen-Designs unter anderem auf Bekleidung, Taschen und Websites vor.

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Adidas ruderte dann aber wieder zurück. «Wir sind bereits im Begriff, den Widerspruch gegen die Markenanmeldung der Black Lives Matter Global Network Foundation zurückzuziehen», sagte eine Konzernsprecherin am Mittwoch in Herzogenaurach.

Black Lives Matter ist eine lose organisierte Bewegung, die in den vergangenen Jahren vor allem nach Fällen von brutaler Polizeigewalt gegen schwarze Amerikaner an Stärke gewann. Die Stiftung Black Lives Matter Global Network Foundation war 2013 von den Urhebern der Bewegung gegründet worden und gilt als einflussreich unter den Aktivisten. Sie hatte ihr Markendesign mit drei Streifen den Unterlagen zufolge im November 2020 angemeldet.