Geplante Übernahme

China droht EU im Streit um JD.com

Die EU prüft, ob JD.com bei der geplanten Ceconomy-Übernahme unfaire Vorteile durch Subventionen hat. Peking kündigt Gegenmaßnahmen an.

Die EU hat die geplante Übernahme der Mediamarkt-Saturn-Mutter Ceconomy durch den chinesischen Konzern JD.com unter die Lupe genommen. China geht nun dagegen vor. (Archivbild) Foto: Armin Weigel/dpa
Die EU hat die geplante Übernahme der Mediamarkt-Saturn-Mutter Ceconomy durch den chinesischen Konzern JD.com unter die Lupe genommen. China geht nun dagegen vor. (Archivbild)

Peking (dpa) - China hat der Europäischen Union wegen ihrer Untersuchung zur geplanten Übernahme der MediaMarkt-Saturn-Mutter Ceconomy durch den chinesischen Onlinehändler JD.com mit Gegenmaßnahmen gedroht. Sollte die EU an ihrem Vorgehen festhalten, werde Peking entschlossen reagieren, teilte das chinesische Justizministerium mit.

Zugleich verbot Peking Organisationen und Einzelpersonen, die EU bei bestimmten Auskunftsersuchen in China zu unterstützen. Das Justizministerium warf Brüssel vor, umfangreiche und unnötige Informationen aus China verlangt zu haben.

EU prüft mögliche Subventionen 

Die EU-Kommission prüft die geplante Übernahme seit Mai genauer. Sie untersucht, ob JD.com Subventionen aus China erhalten hat, die den Wettbewerb verzerren könnten. Dabei geht es unter anderem um günstige Finanzierungen, Steuervergünstigungen und Zuschüsse. JD.com weist die Bedenken zurück.

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Das Angebot des chinesischen Onlinehändlers bewertet Ceconomy mit rund 2,2 Milliarden Euro. Zu dem Düsseldorfer Konzern gehören MediaMarkt und Saturn. Das Bundeskartellamt hat die Übernahme bereits freigegeben. Die Prüfung der EU läuft davon getrennt.