Handel

Edeka: Kartellermittlung gegen Einkaufsallianz eingestellt

Die EU-Kommission stellt Untersuchungen gegen Einkaufsbündnisse ein. Die Wettbewerbshüter sehen nach eigenen Angaben keine Gründe, um Ermittlungen fortzusetzen.

Edeka bezeichnet die Entschedigung als «starkes Signal und Bestätigung für das Agieren von internationalen Einkaufsallianzen». Foto: Gregor Fischer/dpa
Edeka bezeichnet die Entschedigung als «starkes Signal und Bestätigung für das Agieren von internationalen Einkaufsallianzen».

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission hat zur Freude von Edeka Ermittlungen gegen die Einkaufsallianzen Agecore und Coopernic eingestellt. Die Wettbewerbshüter teilten mit, es gebe keine ausreichenden Gründe für eine Fortsetzung der Untersuchungen.

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Der Vorstandsvorsitzende der Edeka Zentrale Stiftung & Co. KG, Markus Mosa, bezeichnete die Entscheidung in einer veröffentlichten Mitteilung als «starkes Signal und Bestätigung für das Agieren von internationalen Einkaufsallianzen». Edeka war zum Start der Untersuchungen noch Mitglied von Agecor. Aktuell ist Edeka Mitglied der Einkaufsallianz Epic.

Supermarkt-Riesen wie Edeka und Rewe bauen schon lange auf solche Allianzen. Die Bündnisse sollen nicht zuletzt ihre Position im Preispoker mit den Herstellern stärken. Ziel ist, sich mit anderen Ketten zusammenzutun und in internationalen Verhandlungen gut Konditionen zu sichern.

Nach Angaben der EU-Kommission können solche Allianzen zu niedrigeren Preisen, einer größeren Vielfalt oder einer besseren Qualität der Produkte für die Verbraucher führen. Je nach den Umständen könnten solche Vereinbarungen aber das Gegenteil bewirken und Wettbewerbsbeschränkungen ermöglichen, die zu höheren Preisen oder einem geringeren Angebot führten.