Insolvenz

Etwa 60 Filialen von Mäc Geiz schließen, 123 bleiben

Der Discounter Mäc Geiz durchläuft ein Insolvenzverfahren. Bald stimmen die Gläubiger über den Sanierungsplan ab. Anschließend soll es für die Kette weitergehen, allerdings mit weniger Geschäften.

In vielen ostdeutschen Städten gibt es Filialen der Kette Mäc Geiz. Foto: Elisa Schu/dpa
In vielen ostdeutschen Städten gibt es Filialen der Kette Mäc Geiz.

Landsberg (dpa) - Der insolvente Non-Food-Discounter Mäc Geiz führt die meisten seiner Filialen fort. 123 Standorte seien gesichert, wie das Unternehmen mitteilte. Rund 60 der zuvor noch mehr als 180 Filialen von Mäc Geiz werden den Angaben zufolge im Zuge des laufenden Insolvenzverfahrens geschlossen. Eine Liste der betroffenen Geschäfte wurde nicht veröffentlicht. 

Das Dienstleistungs- und Logistikzentrum am Firmensitz in Landsberg in Sachsen-Anhalt bleibt laut Mitteilung bestehen. 850 Arbeitsplätze könnten erhalten werden, hieß es. Wie viele Menschen ihren Job verlieren, wurde auf Nachfrage nicht genannt. Im Frühjahr hatte die Handelskette nach eigenen Angaben noch knapp 1.200 Beschäftigte. 

«Wir sind von unserem Geschäftsmodell überzeugt» 

Voraussichtlich im Dezember werden die Gläubiger dem Unternehmen zufolge beim zuständigen Amtsgericht Halle (Saale) über den Sanierungsplan für Mäc Geiz abstimmen. Der soll die Grundlage dafür schaffen, die Gesellschaft zu entschulden und wirtschaftlich solide aufzustellen. 

Immer top informiert mit dem WNOZ-WhatsApp-Kanal!

Breaking News, spannende Hintergründe und Newsletter: Mit unserem WhatsApp-Kanal bleiben Sie stets über Weinheim, den Odenwald und die Metropolregion informiert.

Impressum

«Wir sind von unserem Geschäftsmodell überzeugt und freuen uns, unseren Kundinnen und Kunden auch künftig an vielen Standorten
unsere Produktpalette anbieten zu können», sagte Rüdiger Grommes, Geschäftsführer von Mäc Geiz. Der Discounter will künftig unter anderem mit neuen Produkten und erweiterten Sortimentsbereichen punkten. 

Die Mäc Geiz Handelsgesellschaft mbH hatte im Mai einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Der Discounter begründete dies mit der anhaltenden Kaufzurückhaltung. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage sei es erforderlich, sich grundlegend neu aufzustellen, hieß es. 

Auch Kodi schloss zahlreiche Filialen 

Mäc Geiz verkauft Produkte des täglichen Bedarfs wie Haushaltswaren und Drogerieartikel sowie Schreibwaren. Die Kette konkurriert unter anderem mit Händlern wie Action, Tedi und Woolworth. Die Filialen befinden sich überwiegend in Ostdeutschland. 

Mäc Geiz wechselte zu Beginn des Jahres den Besitzer. Die Kodi Beteiligungs GmbH, zu der auch der Discounter Kodi gehört, übernahm die Kette. Kodi stellte im Juli dieses Jahres ebenfalls einen Insolvenzantrag. Anfang Oktober wurde bekannt, dass 43 Filialen schließen. Etwa 100 werden den Angaben zufolge weiterbetrieben.